Gratis Wettprognosen heute: Rechenweg, Rechtslage und die Grenzen jeder Vorhersage

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026 — Bewilligungen geprüft gegen die Angaben der Gespa und der beiden bewilligten Veranstalter.

Wer heute kostenlose Wettprognosen sucht, findet sie zu Tausenden. Sie kommen als Bild mit fünf Kreuzen, als langes Video, als Nachricht in einer Gruppe, die niemand mehr verlässt, weil dort angeblich Insider sitzen. Kein Einziger dieser Kanäle legt seine Verlustseite offen. Und genau dort liegt das ganze Geschäft.

Ein abgegriffenes Notizheft, ein Bleistift und eine Stoppuhr liegen auf einer Bank am Rand eines Trainingsplatzes.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Ein Tipp ist eine Meinung über eine Wahrscheinlichkeit. Er ist kein Wissen über ein Ergebnis. Wer das verwechselt, verliert nicht wegen Pech, sondern wegen einer Rechnung, die er nie angestellt hat. Was auf dieser Seite steht, ist deshalb kein Blatt mit Kreuzen, sondern der Rechenweg dahinter: wie eine Prognose gebaut wird, was die Quote über die Marge des Veranstalters verrät, wo in der Schweiz überhaupt gewettet werden darf und weshalb die eigenen Limiten wichtiger sind als jeder Tipp. Wer hier fertige Vorhersagen für heute sucht, wird keine finden.

Wo Wetten in der Schweiz erlaubt sind und wo nicht

Zwei Veranstalter. Mehr nicht. Wer in der Schweiz legal auf Sport wetten will, landet bei Swisslos mit dem Produkt Sporttip oder bei der Loterie Romande mit Jouez Sport. Diese Zahl ist keine Marktbeobachtung, sondern die Summe der Bewilligungen, die hierzulande überhaupt vergeben wurden.

Ein Fussball ruht an der Seitenlinie im taufeuchten Gras, die ersten Sonnenstrahlen fallen schräg über den Platz.
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Zwei Veranstalter, ein Gesetz, klare Gebiete

Sportwetten im Internet sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Aufsichtsbehörde ist die Gespa in Bern, die Interkantonale Geldspielaufsicht, tätig auf Grundlage des Geldspielkonkordats (in Kraft seit 1. Januar 2021). Wer sie mit der ESBK verwechselt, ist nicht allein: Die ESBK beaufsichtigt einzig Spielebanken, also Casinos. Für Sportwetten ist sie die falsche Adresse.

Wer in der Schweiz Geldspiele veranstalten will, braucht zweierlei: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Das ist wörtlich so geregelt und kein Verhandlungsangebot. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen und Veranstalter für Lotterien und Sportwetten bei zwei gedeckelt — Swisslos und Loterie Romande.

Eine Alpwiese mit weidenden Kühen und einem Holzzaun unter wolkigem Himmel.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Was das Vertragsgebiet für den eigenen Wohnsitz heisst

Jede der beiden Veranstalterinnen bedient ihr eigenes Gebiet, und ein Online-Spielerkonto öffnet sich nur für Personen, die dort wohnen. Swisslos mit Sporttip ist im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein tätig; zusammen bilden diese Gebiete das Swisslos-Vertragsgebiet. Wohnhaft in Genf oder Jura? Dann ist die Loterie Romande die zuständige Veranstalterin. Sie führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, hat ihren Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.

Das ist lästig und trotzdem der Punkt, an dem ein Schweizer Wetten von einem deutschen unterscheidet. Ein Sitz im Ausland hilft nicht. Ein Wohnsitz in Zürich hilft nicht für Jouez Sport.

Der Zugang ist verifiziert, die Registrierung eine Einbahnstrasse

Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Wer schon einmal bei einem Anbieter ohne solche Hürden ein Konto in zwei Minuten eröffnet hat, merkt erst hier, was der Unterschied ist. Nicht Bequemlichkeit gegen Bürokratie, sondern ein identifiziertes Konto gegen ein anonymes. Das verifizierte Konto ist die Voraussetzung dafür, dass eine Sperre überhaupt greifen kann.

Spielsperre, Limiten und der lange Arm des Sperrregisters

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich sperren lässt, sperrt sich nicht bei einem Anbieter. Er sperrt sich aus einem System.

Offshore: keine Bewilligung, kein Register, kein Schweizer Weg zurück

Ausländische Marken sind auf dieser Seite aufgeführt, weil Schweizer ihnen begegnen — in Werbung, in Foren, über eine Domain, die heute erreichbar ist und morgen nicht. Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft. Das ist nicht die Meinung einer Aufsichtsbehörde, sondern die Regelung des Bewilligungsgebiets.

Eine Bewilligung, die hier keine Wirkung hat, verbindet auch nichts: keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg bei Streit um eine Auszahlung. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren; die erste Liste datiert vom 3. September 2019, Ende 2025 führte sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Domain-Hopping, und sie nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home. Das Verzeichnis ist also eine Momentaufnahme mit Verfallsdatum, kein Sicherheitsversprechen.

Wer dort spielt, wird nicht bestraft. Anders liegt es bei den Anbietern: Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar, im kommerziellen Betrieb bis zu fünf Jahren. In Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden — das trifft den Spielenden im Ergebnis, obwohl er nicht beschuldigt ist. Und ein Gewinn aus einem ausländischen Angebot ist steuerlich nicht dasselbe wie einer von Swisslos; darauf lohnt es sich, bei der kantonalen Steuerverwaltung nachzufragen, statt einer Forumsantwort zu glauben.

Es gibt zudem keine Sperre gegen unerlaubte Zahlungen. Banken und Kartennetzwerke blockieren solche Überweisungen in der Schweiz nicht. Woran es fehlt, ist also nicht das Bezahlen, sondern alles danach.

Veranstalterin Bewilligung Trägerschaft oder gemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
22Bet ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz: nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz: nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
Donbet ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz: nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz: nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
BetFury ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz: nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz: nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
Interwetten ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz: nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
Sportaza ohne Schweizer Bewilligung Gemeldete Lizenz: nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz

Die zwei oberen Zeilen und die acht unteren gehören nicht in einen Topf, und wer sie in einen wirft, verkauft dem Leser etwas falsch. Die einen haben eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach Schweizer Recht; die anderen sind aufgeführt, weil man ihnen begegnet, und weil ein Vergleich nur ehrlich ist, wenn er auch das Unvergleichliche nebeneinanderstellt. Ein ausländischer Anbieter mit einer gemeldeten Lizenz aus einem anderen Land ist damit nicht geprüft und nicht ungeprüft legal. Er ist in der Schweiz ohne Bewilligung.

Spielerschutz: die Limiten sind keine Bremse, sondern der Plan

Wer eine Prognose nutzt, plant vorab seine Verlustlimiten. Nicht nach drei verlorenen Wetten, sondern bevor die erste läuft. Das ist der einzige Rat auf dieser Seite, der bei jedem einzelnen Tipp die tatsächliche Wirkung hat.

Vor der ersten Wette: 1, 7 und 30 Tage

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Diese 72 Stunden sind die eigentliche Sperre im Werk, und sie sitzen an der richtigen Stelle. Das Gesetz verlangt eine Erhöhung erst nach 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande verlangen in ihren eigenen Bedingungen 72. Man kann darüber streiten, ob drei Tage lang genug sind. Man kann nicht darüber streiten, wogegen sie schützen, denn es ist der eigene Entschluss von Donnerstagabend.

Dass die Grenzen vom Spielenden selbst gesetzt werden und nicht vom Staat, ist der Grund, weshalb eine Verlustlimite erst dann etwas wert ist, wenn man sie beim ersten Mal ernsthaft gesetzt hat. Die Aufsicht verlangt von der Veranstalterin, dass sie einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste je Tag, Woche oder Monat einfordert. Wie hoch dieser Wert liegt, entscheidet der Konto-Inhaber.

Bei Swisslos wird ein Kauf von Spielguthaben überdies nur angenommen, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, der Mindestbetrag für einen Kauf liegt bei CHF 20. Und ein Konto lässt sich nicht überziehen: eine Kreditgewährung an Spielende gibt es nicht. Wer sich verschulden will, um zu wetten, muss das ausserhalb des Systems tun — und das ist keine Randnotiz, sondern der Grund, weshalb Limiten überhaupt greifen können.

Wenn Wetten aus dem Haushaltsgeld kommen

Einsätze sollen nur aus frei verfügbarem Geld stammen. Das klingt nach dem Satz, den jedes Rathaus auf ein Plakat druckt, und ist trotzdem die einzige Regel, die sich in Zahlen übersetzen lässt. Wer CHF 200 im Monat für Wetten abstellen kann, weil das Geld nach Miete, Versicherung und Rücklagen noch da ist, merkt einen Verlust von CHF 200 und lebt weiter. Wer dafür die Krankenkassenprämie anfasst, setzt dieselben CHF 200 ein und verliert zweimal.

Deshalb steht die Limite vor der Wette und nicht daneben. Eine Verlustlimite pro Tag, Woche und Monat ist dann nicht Bürokratie, sondern ein Betrag, den man schon abgeschrieben hat, bevor etwas passiert.

Eine Prognose ist keine Garantie, auch wenn sie kostenlos ist

Kostenlos ist nicht dasselbe wie risikofrei. Bei einer Prognose bezahlt man den Einsatz, und der Einsatz ist weg, wenn die Wette verloren geht. Das Gratisversprechen betrifft den Tipp, nicht die Wette. Das ist der Preis, über den am wenigsten geredet wird: Eine Prognose mit einer Trefferquote, die auf einem Ergebnis in der Vergangenheit beruht, sagt nichts über das nächste Ergebnis. Und die Quote einer Wette trägt die Marge des Veranstalters bereits in sich, ob der Tipp geschenkt war oder nicht.

Eine unbefristete Spielsperre gilt schweizweit und schliesst Casinos einschliesslich Online-Casinos ein. Wer das ernst meint, hat einen Weg dorthin, der nicht davon abhängt, ob die App gerade mitspielt. Die Verlustlimiten und die Sperre sind zwei Werkzeuge in derselben Sache, und die Reihenfolge bleibt dieselbe: erst der Rahmen, dann die Wette. Wie sich die Sperre später wieder lösen lässt — hier hat die Schweiz ihre eigenen Hürden, und die sind nicht dazu da, sie im ersten Frust zu umgehen.

Wie eine Prognose gebaut wird und wo sie bezahlt wird

Eine Wettprognose stützt sich auf Form, Ausfälle, Statistik und Quotenvergleich. Wer sie baut, schaut auf Ergebnisse aus den letzten Spielen, auf Tore und Gegentore, auf Platzverweise und Verletzungen, auf die Bilanz im direkten Duell, auf die Auswirkung des Heimrechts. Manche ziehen die Zahl der Torschüsse hinzu, der Ecken oder der Ballbesitzphasen. Alles davon ist vergangen. Die Aufgabe besteht darin, aus dem Vergangenen etwas über das kommende Spiel zu sagen, und darin steckt keine Mechanik, sondern eine Einschätzung.

Und die Statistik derselben Saison kann zwei brauchbaren Prognosen widersprechen. Wer auf die Form schaut, sieht einen Aufschwung; wer auf die Statistik schaut, sieht einen Ausreisser. Beide haben Zahlen für sich. Genau deshalb ist eine Prognose nie mehr als eine Einschätzung, und eine kostenlose Prognose bleibt eine Einschätzung wie jede andere.

Form, Ausfälle, Statistik — und die Grenze dieser Kette

Zur Form gehören auch Ausfälle. Ein Verein gründet seine Vorhersage auf einen Torhüter, der im Frühling die Nummer zwei war, und dann steht eben dieser im Tor, weil die Nummer eins gesperrt ist. Solche Nachrichten kosten eine Prognose, und manchmal kosten sie keine, weil beide Mannschaften betroffen sind. Was immer sie treffen, ist die Sicherheit der Aussage.

Sporttip selbst ist mit vier Regeln dabei, die mehr über die Unsicherheit jeder Prognose erzählen als jede Einordnung. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Eine Quote von 1.00 heisst, dass der Einsatz zurückkommt und nichts mehr. Wer in diesen Sekunden auf den Bildschirm starrt, statt den Ball zu sehen, verliert am Ende nur Zeit.

Jede Quote trägt die Marge

Wer wissen will, was eine Quote wert ist, muss sie in einen Anteil umrechnen. Man addiert die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes und teilt eins durch diese Summe. Das Ergebnis ist der Quotenschlüssel, also der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt. Der Rest bleibt bei der Veranstalterin — die Marge. Das ist keine Sportmeinung, sondern die Rechnung, mit der jeder Veranstalter arbeitet, und sie hat mit dem Ergebnis eines Spiels nichts zu tun.

Ein Beispiel zeigt die Tragweite besser als jede Definition. Nehmen wir einen Zwei-Weg-Markt mit der Quote 1.90 auf jeder Seite — als Rechenbeispiel, nicht als irgendwo angebotene Quote. Der Kehrwert von 1.90 ist jeweils ungefähr 0.5263, zweimal gerechnet also 1.0526. Eine geteilt durch 1.0526 ergibt einen Quotenschlüssel von rund 95 % und damit eine Marge von ungefähr 5 %, und zwar unabhängig davon, welche Seite gewinnt.

Läuft derselbe Markt über 1.95 auf jeder Seite, kommt man auf rund 97 % und eine Marge von etwa 3 %. Das ist der ganze Unterschied, und er ist alles andere als klein. Bei einem Einsatz von CHF 1’000 auf diesen Markt liegt die Marge im ersten Fall bei ungefähr CHF 50, im zweiten bei etwa CHF 30. Für den einzelnen Wettschein ändert sich nichts Sichtbares; für jeden, der dreissig Wetten im Monat spielt, ist die Differenz die Gebühr für einen ganzen Abend.

Deshalb ist der Quotenvergleich mehr wert als jede dritte Statistikspalte. Wer zwei Prognosen mit gleicher Begründung sieht, aber bei einem anderen Veranstalter eine Quote über 1.90 bekommt, hat die bessere Wahl in der Tasche, noch bevor das Spiel angepfiffen ist. Die Einschätzung bleibt dieselbe, nur der Preis dafür ist ein anderer.

Der Quotenvergleich schlägt die dritte Statistikspalte

So kommt das Plus zustande, ohne dass jemand besser raten muss. Ein Markt mit rund 97 % Quotenschlüssel gibt demselben Tipp einen grösseren Anteil zurück als einer mit 95 %. Kein Tipp wird dadurch zum Gewinn, aber die Zeit, die man in einen Vergleich steckt, bezahlt sich unabhängig vom Ausgang.

Dasselbe gilt bei Kombinationen, wo die Sache kippt. Sporttip verlangt für den Kombiboost mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 und gilt nur online für Prematch, Live und Systemwetten; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Die Grundsatzfrage stellt die Werbung nicht: Vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 sind vier getrennte Wetten, deren Quoten sich zum Produkt multiplizieren, und der Aufschlag von 5 % auf den Nettogewinn wird auf der ganzen Kette verdient. Ein Aussetzer, und der Boost verschwindet zusammen mit der Kombination.

Ein «Bonus» auf den Gewinn ist damit nichts anderes als ein Rabatt auf die eigene Trefferwahrscheinlichkeit, die man gerade freiwillig gesenkt hat. Quadratisch kleiner wird sie nicht, aber jede zusätzliche Voraussage multipliziert sie mit einem Wert unter eins.

Ein Rechenbeispiel mit drei Quoten

Dieselbe Mechanik zeigt sich bei einem Dreier. Wer Quoten von 1.80, 1.90 und 2.10 kombiniert, erhält als Gesamtquote das Produkt dieser drei Zahlen, also 7’182. Ein Einsatz von CHF 50 zahlt bei Treffer rund CHF 359.10 zurück. Das sind drei Entscheidungen, die alle richtig fallen müssen, und der Gewinn sieht gross genug aus, um das zu vergessen. Die Kombination ist übrigens nicht nur Multiplikation, sondern auch eine Frage der Regeln: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren, und nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Ausgezahlt wird in Rappen, geschuldet in Tagen

Ein Sporttip-Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist eine Kleinigkeit mit spürbarer Konsequenz, weil die Abrundung systematisch in eine Richtung geht.

Weiter hinten im Ablauf steht die Frist, die mehr Geld kostet als jede Rundung. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Ein halbes Jahr klingt grosszügig; ein Wettschein in einem Couvert, das im Frühling in einer Schublade verschwindet, reicht trotzdem. Wer eine Auszahlung verweigert bekommt, muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache erheben.

Und der Ausgang selbst kann verschwinden. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Den eigenen Fünfer verwandelt das nicht, aber es macht aus einem Totalverlust einen Vorgang, den man einordnen kann.

Live, Cash-Out und die eigenen Regeln des Veranstalters

Wer live nachtippt, muss die eigene Uhr kennen. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — etwa 90 Minuten beim Fussball — plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Livewette auf den Spielausgang, die man in der 89. Minute abschliesst, wartet also auf die sechs Minuten, die noch niemand im Stadion kennt.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der angebotene Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Wer Cash-Out als «Rettungsknopf» liest, hat den Mechanismus noch nicht verstanden. Der Betrag liegt systematisch unter dem, was der Schein bei Treffer bringt, und er verschwindet, wenn der Markt gerade am unruhigsten ist. Manchmal ist das die richtige Wahl. Nur findet sie statt, weil man sie für richtig hält, und nicht, weil hier irgendetwas garantiert wäre.

Und wer in ein Spiel eingreifen will, das er schon laufen sieht, hat denselben Punkt wie bei jeder Livewette: Auch eine Quote von 1.00 mitten im Spiel ist ein Resultat. Wenn das Telefon klingelt und man erst danach auf den Knopf drückt, ist der Ausgang bereits eingetroffen, und die Auszahlung beträgt das, was man eingezahlt hat. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Prognosequellen vergleichen: woran man erkennt, wem man zuhört

Beim Vergleich von Prognosequellen zählen drei Dinge: eine offene Methode, eine nachvollziehbare Bilanz und die Trennung von Werbung. Trefferversprechen sind das Gegenteil davon. Und es gibt eine zweite Frage, die kein Prognoseportal gerne hört: Erlaubt die Veranstalterin, auf dieses Ereignis oder diesen Markt überhaupt eine Wette anzunehmen?

Offene Methode, nachvollziehbare Bilanz, saubere Trennung von Werbung

Ein Prognoseanbieter, der seine Methode offenlegt, erklärt, warum er auf ein Ergebnis kommt: welche Daten er benutzt, welche Rolle die Form spielt, wie er Verletzungen gewichtet, wie alt seine Ergebnisse sind. Wer stattdessen «interne Analyse» schreibt, hat entweder keine oder will sie nicht zeigen. Ein Kanal, dessen sämtliche Tipps zu einem Partneranbieter führen, ist ein Werbeblock mit einem Wettschein am Ende; wer das nicht erkennt, hält eine Vermittlungsprämie für ein Argument.

Was die Bilanz angeht, ist die entscheidende Frage nicht die, die auf dem Bildschirm steht, sondern die, die sie auslässt. Ein Kanal schreibt «9 von 10 richtig» in die Eckenstatistik und lässt die Woche weg, in der es 0 von 7 war. Ein Wettverlauf mit Echtgeld, der einen schlechten Monat nicht verschweigt, ist mehr wert als jede Quote, die auf einem Screenshot behauptet wird.

Trefferversprechen und Gewinngarantien sind Warnzeichen, und zwar erkennbare. Der Inhalt einer Prognose ist eine Einschätzung, und wer eine Garantie verspricht, verkauft etwas, das er nicht kontrolliert. Wer nach einem Verlust einen Nachschlag empfiehlt, verkauft den nächsten. Der einzige Fall, in dem eine Garantie inhaltlich stimmt, ist der, den die Veranstalterin selbst in ihre Regeln schreibt.

Wo eine Gratisprognose in der Schweiz auf die Wand trifft

Die Gespa führt eine Liste der erlaubten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, gültig in der Fassung vom 10. September 2026, und diese Liste ist eine geschlossene Aufzählung. Qualifikationsrunden stehen nur darin, wenn sie dort aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglisten-Wetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder einen Podiumsplatz entscheidet; Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Ecken- und Kartenmärkte finden sich in der Liste nicht, einen Esport-Bereich ebenso wenig. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Und gewettet werden dürfen ausschliesslich Sportereignisse — eine Prognose zu Wetter, Politik oder einer Fernsehshow ist in der Schweiz keine Wette, sondern eine Anzeige, wie sie im Abschnitt «Zehn Anbieter im Vergleich: zwei mit Schweizer Bewilligung, acht ohne» zu finden ist.

Wer also eine Prognose liest, die auf eine gelbe Karte, eine Ecke oder ein E-Sport-Turnier zeigt, darf sich beim Veranstalter nicht wundern. Nicht weil die Prognose falsch wäre. Sie passt nur zu keinem Produkt, das hier angeboten werden darf. Nicht anbieten darf die Veranstalterin im Übrigen auch Gratisspielguthaben ohne vorherige Zustimmung der Gespa; in 2025 hat sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Diese Zahlen sagen nichts darüber, was eine einzelne Aktion wert ist, aber sie sagen etwas über die Grössenordnung.

Wer heute einen Tipp liest, sollte zuerst nach dem Datum sehen

Ein Tipp, der heute für heute gilt, ist selten geworden. Viele Kanäle werben mit einer Auswahl und leiten sie dann in ein längst laufendes Turnier, wo der Einsatz noch funktioniert, die Begründung aber nicht mehr. Wer eine Prognose ernst nimmt, prüft zuerst, dass das Wettprogramm des Veranstalters dieses Ereignis heute tatsächlich führt. Unter den zwei Schweizer Veranstaltern ist diese Prüfung in dreissig Sekunden erledigt: Sporttip-Wetten lassen sich online über die Website und die App abgeben, und in der App zusammengestellte Wetten lassen sich per QR-Code auch an einer Sporttip Verkaufsstelle spielen.

Ein zweiter Blick gilt dem Umfeld der Quelle. Eine Marke ohne Schweizer Bewilligung darf in der Schweiz nicht beworben werden, und das ist keine Formalität: Irreführende Werbung ist untersagt, die Werbung für ein nicht bewilligtes Glücksspiel verboten und mit einer Busse bis CHF 500’000 belegt. Wer ein Werbebanner anklickt, wendet sich also an eine Adresse, die in der Schweiz nicht beworben werden dürfte. Man kann das ignorieren. Man sollte dann nur nicht überrascht sein, wenn es nach dem ersten Streit keine Schweizer Adresse gibt, an die man sich wenden könnte.

Was bleibt, ist eine Reihenfolge, die sich überraschend oft bewährt. Erst prüfen, ob das Ereignis legal wettbar ist. Dann prüfen, ob die Quelle ihre Methode offenlegt und ihre Verluste zeigt. Dann die Quote vergleichen. Die Prognose liegt auf Platz vier, und sie ist der Teil, über den am meisten geredet wird.

Zehn Anbieter im Vergleich: zwei mit Schweizer Bewilligung, acht ohne

Das sind die Namen, die einem Schweizer Wettenden tatsächlich begegnen — zuerst die beiden Veranstalter des bewilligten Schweizer Angebots, dann acht ausländische Marken, die in der Schweiz ohne Bewilligung auftreten. Die Reihenfolge ist die Reihenfolge der Aufzählung, nicht die eines Verkaufsgesprächs. Über Märkte, Zahlungsarten, Quoten und App-Funktionen der acht ausländischen Anbieter wird hier nichts behauptet, was ihre eigenen Bedingungen nicht tragen. Was auf der Seite zählt, ist die Bewilligungsfrage und das, was sie nach sich zieht.

1. Swisslos Sporttip: der bewilligte Veranstalter mit Verlustlimiten ab der ersten Teilnahme

Sporttip wird von der SWISSLOS Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel veranstaltet, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Aufsicht führt die Gespa, und die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, und sie gilt nur in der Schweiz.

Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer ausserhalb wohnt, kommt nicht an ein Konto. Vor der ersten Teilnahme werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 unter 21 Jahren. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette; Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, und wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Was Sporttip zu mehr als einer Genehmigung macht, ist der Regelapparat hinter den Zahlen: die Rundung auf 5 Rappen, die 26-Wochen-Frist für Gewinne, die 48-Stunden-Regel bei abgesagten Ereignissen, das vollständige Cash-Out ohne Teilauszahlung. Wer diese Regeln kennt, verliert in Streitfällen weniger Zeit. Wer sie nicht kennt, hält eine Abrundung für einen Rechenfehler.

Beim Kombiboost lohnt ein zweiter Blick auf die Zahlen: mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50, nur online für Prematch, Live und Systemwetten, 5 % Aufschlag auf den Nettogewinn bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen, mit limitiertem Einsatz und limitierter Gewinnerhöhung. Bei den Quoten- und Profitboosts gilt: nur online, nur Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, pro Wettenden einmal nutzbar und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Aufschlag ist echt. Die Bedingungen, unter denen er verschwindet, sind es auch.

Dieses Angebot ist gemacht für jemanden, der in der Schweiz wohnt, mit einem verifizierten Konto und harten Limiten besser lebt als mit einem anonymen und für den die Rückzahlung auf ein Konto im eigenen Namen keine Hürde darstellt. Wer das alles für zu eng hält, findet im nächsten Abschnitt, was er stattdessen aufgibt.

2. Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, ein anderes Gebiet

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung entspricht der von Swisslos: eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, unter Aufsicht der Gespa, gültig nur in der Schweiz. Ein Online-Konto öffnet sich nur für Personen mit Wohnsitz im Gebiet der sechs Kantone.

Bei den Zahlen liegen die Unterschiede dort, wo sie direkt weh tun können. Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Wer eine Zehnerkombination spielt, sollte diese Obergrenze kennen, bevor er sie spielt.

Für einen Wohnsitz in Genf oder im Wallis gibt es keine Alternative, und das macht die Bewertung einfach: Es gibt hier eine Veranstalterin, und ihre Regeln sind der Rahmen. Die Gewinnobergrenze auf der Kombination ist die Zahl, die einem Romand am ehesten begegnet, und sie ist im sportlichen Alltag hoch genug, um selten zur Frage zu werden.

3. 22Bet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Sperrregister

22Bet tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Sportwetten anbieten dürfen hier nur Swisslos und die Loterie Romande; eine gemeldete Lizenz ist nicht belegt und hat in der Schweiz keine Wirkung. Keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren.

Wer dort spielt, ist selbst nicht strafbar. Ausländische Gewinne können in der Schweiz aber bis auf die Höhe des Steuerfreibetrags steuerfrei bleiben und darüber hinaus nach kantonaler Praxis behandelt werden — nachfragen lohnt sich, bevor man einen Gewinn verplant. Was ein Anbieter ohne Bewilligung mit den eigenen Auszahlungen macht, ist keine Schweizer Frage. Kein Schweizer Weg zurück heisst kein Schweizer Weg zurück.

4. Rollbit: in der Schweiz ohne Bewilligung, und damit ohne Registeranbindung

Rollbit operiert hier ohne Schweizer Bewilligung. Die Veranstalterbewilligung fehlt, und ohne sie gibt es weder Anbindung an das Sperrregister noch ein Schweizer Verfahren, in dem man eine offene Auszahlung durchsetzen könnte. Fällt die Domain auf die Sperrliste, ist sie für Schweizer Internetanschlüsse in der Regel innerhalb von Stunden nicht mehr erreichbar.

Ein interessanter Anbieter für einen niederländischen oder maltesischen Wohnsitz, wenn er dort über die nötige Genehmigung verfügt. Für einen Spieler mit Schweizer Wohnsitz bleibt es beim Satz, den man kennt.

5. Donbet: Werbung, die in der Schweiz nicht erlaubt wäre

Donbet führt hier keine Schweizer Bewilligung. Damit gilt: keine Aufsicht durch die Gespa, kein Eintrag im Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann in die Sperrliste aufgenommen werden. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet werden.

Das ist der Punkt, an dem die Werbefrage praktisch wird. Ein Brand darf in der Schweiz für sein Angebot nicht werben, und wenn er es in Kanälen tut, die sich an Schweizer Leser richten, haben wir nicht mehr über Geschmack gesprochen. Wer so angesprochen wird, sollte mindestens wissen, dass die Ansprache nicht die Prüfung ist.

6. BDMBet: keine Bewilligung, kein Register, keine Schweizer Adresse

BDMBet ist in der Schweiz ohne Bewilligung tätig. Eine ausländische Lizenz hat nach Schweizer Recht keine Wirkung, das Sperrregister nennt den Namen nicht, und die Aufsicht kann die Domain blocken lassen. Bei Streit um einen Gewinn bleibt nur das Verfahren am Sitz des Anbieters.

Was hilft, ist die richtige Reihenfolge: zuerst die Bewilligungsfrage klären, dann über den Anbieter nachdenken. Wer das umdreht, hat sich schon entschieden, bevor er die eine Information eingeholt hat, die zählt.

7. BetFury: ohne Schweizer Bewilligung unterwegs

BetFury ist in der Schweiz ohne Bewilligung. Es gilt dasselbe wie für die anderen ausländischen Marken in dieser Liste: keine Schweizer Aufsicht, kein Eintrag im Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Verbindung zu den beiden bewilligten Veranstalterinnen.

Wer sein Konto dort führt, führt es ausserhalb des Systems, in dem eine Sperre wirkt. Wer sich sperren will, muss das bei der richtigen Stelle tun.

8. HighFlyBet: in der Schweiz ohne Bewilligung

HighFlyBet ist hier ohne Bewilligung tätig. Eine gemeldete Lizenz aus einem anderen Land ist nicht belegt und entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Wird die Domain auf die Sperrliste gesetzt, wird sie von Schweizer Telekommunikationsanbietern blockiert.

Ein Anbieter kann günstig aussehen, ohne einen Schweizer Franken in die Aufsicht zu bezahlen. Genau das ist der Handel.

9. Interwetten: ohne Bewilligung, dafür namentlich als blockiert genannt

Interwetten tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. In diesem Fall ist die Namensnennung durch die Gespa ausdrücklich: Die Aufsicht nennt Interwetten im Zusammenhang mit Domain-Hopping, also dem raschen Ersetzen blockierter Domains. Die Domain kann jederzeit wieder auf der Sperrliste landen.

Wer das einmal erlebt hat, weiss, wie es aussieht: Die Seite ist um 14 Uhr erreichbar und um 23 Uhr nicht mehr, und mit ihr das Konto, in dem noch ein Guthaben liegt.

10. Sportaza: in der Schweiz ohne Bewilligung, ohne Schweizer Sperrschutz

Sportaza ist hier ohne Bewilligung tätig. Keine Schweizer Veranstalterbewilligung, also keine Gespa-Aufsicht, kein Sperrregister-Eintrag, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann blockiert werden.

Wer die acht ausländischen Marken auf dieser Liste neben den zwei Schweizer Veranstalterinnen sieht, sieht genau den Unterschied, um den es hier geht: Bewilligung und Aufsicht auf der einen Seite, ein Angebot ausserhalb des Systems auf der anderen. Das ist keine moralische Frage, sondern eine Frage dessen, was nach einem Streit vorhanden ist.

Wie sich eine Quote wieder zurückrechnen lässt

Wer das Margenbeispiel weiterdenken will, kommt an einer Frage nicht vorbei: Was sagt eine Quote eigentlich über die Chance, die die Veranstalterin dem Ergebnis zumisst? Die Antwort ist ungefähr, nicht genau — und genau deshalb nützlich.

Rückrechnung mit und ohne Marge

Eine Quote von 1.90 entspricht einem Kehrwert von etwa 0.5263, also rund 52.6 %. Eine Quote von 2.10 entspricht ungefähr 0.4762, also rund 47.6 %. Wer diese beiden Werte addiert, erhält 1.04 — mehr als eins. Und mehr als eins ist keine Ausnahme, sondern der Normalfall, weil die Marge schon in den Quoten steckt.

Der Überschuss über eins ist die Marge: in diesem Beispiel etwa 4 %, heruntergebrochen aus einer einzelnen Quotenstellung. Wer die Chance mit der Marge berechnen will, teilt den Kehrwert durch die Summe der Kehrwerte; im Beispiel kommt man bei der 1.90 auf rund 50.6 % und bei der 2.10 auf rund 45.8 %, und diese beiden Werte addieren sich zu 100 %. Das ist die eine Rechnung, mit der man aus jeder Quotenstellung etwas lernen kann, ohne das Spiel zu kennen.

Warum die Summe der Chancen über 100 liegt

Weil eine Wette eine Ware ist. Ein Markt, der alle Einsätze vollständig zurückzahlen würde, hätte einen Quotenschlüssel von 100 %, und kein Veranstalter wäre bereit, ihn anzubieten; das Geld, mit dem eine Wette abgewickelt wird, hat irgendwo einen Preis. Die Marge ist dieser Preis, und sie ist der Grund, weshalb in jedem Markt bereits der Einsatz verteuert wurde.

Diese Rückrechnung ist auch das Argument gegen eine Art von Prognose, die gern mit exakten Prozentzahlen arbeitet. Wer «78 % Chance» schreibt und dem Leser verschweigt, dass in der Quote des Veranstalters dieselbe Marge liegt, hat nur die zweite Hälfte der Rechnung weggelassen. Und wer die Chance selbst einschätzt, tut gut daran, sie in eine Mindestquote umzurechnen, bevor er auf einen Wettschein schaut. Erst dann hat der eigene Preis einen Wert.

Der Zwei-Weg-Markt als Prüfstein

Wer die Rechnung einmal an einem Zwei-Weg-Markt durchgespielt hat, kann sie auf jeden Markt übertragen, in dem sich die Kehrwerte zur Deckung bringen lassen. Das gilt für einen Zwei-Weg-Markt mit den Quoten 1.90 auf jeder Seite genauso wie für einen Drei-Weg-Markt: Man addiert die Kehrwerte der drei Ausgänge, teilt eins durch die Summe und erhält den Quotenschlüssel; die Marge ist der Rest auf 100 %.

Genau so funktioniert der Vergleich zwischen zwei Veranstaltern, den viele als Gefühl betreiben. Wer die Quoten mehrerer Anbieter für dasselbe Ereignis nimmt, rechnet denselben Kehrwert und bekommt einen Zahlenwert statt eines Eindrucks. In der Schweiz sind es zwei Adressen, auf denen dieser Vergleich für Sporttip und Jouez Sport jeweils im eigenen Gebiet möglich ist, und für die acht Marken ohne Bewilligung bleibt die Frage, ob man vor dem Vergleich nicht schon am falschen Ort ist.

Was die Marge kostet, wenn sie sich täglich wiederholt

Ein einzelnes Prozent sieht aus wie nichts. Auf Dauer summiert sich jede Marge, weil sie in jeder einzelnen Wette steckt, und zwar unabhängig davon, wer gewinnt. Eine Runde von zwanzig Wetten zu CHF 50 Einsatz sind CHF 1’000, die durch einen Markt mit rund 95 % Quotenschlüssel laufen. Bei einem Quotenschlüssel von 97 % für dieselbe Runde liegt die Differenz bei ungefähr CHF 20.

Das ist die Grösse, um die es beim Quotenvergleich geht, und sie liegt noch im Bereich des Belegbaren. Wer Wetten als Freizeit liest, dem sind CHF 20 wenig; wer zweimal in der Woche sechs Wetten spielt, ist bei einem Betrag, für den er ein Abendessen bekommt.

Was dieser Überblick leisten kann und was nicht

Eine Prognose beschreibt eine Wahrscheinlichkeit, kein Ergebnis. Das ist der Satz, um den sich diese Seite dreht, und er ist unspektakulär genug, um übersehen zu werden. Wer ihn ernst nimmt, sucht nicht mehr nach der einen sicheren Vorhersage. Er sucht nach einer Methode, einer Quote und einem Rahmen, in dem ein Verlust nicht das Budget zerstört.

Die Zahlen, die diesen Rahmen tragen, sind eigentümlich konkret. Limiten für 1, 7 und 30 Tage, eine Oberlimite von CHF 9’999, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, ein Mindesteinsatz von CHF 1, eine Abrundung auf 5 Rappen, eine Frist von 26 Wochen. Diese Regeln haben nichts mit sportlichem Sachverstand zu tun und alles damit, ob aus einem Hobby ein Problem wird. Sie sind der Teil der Schweizer Regelung, der wirklich schützt.

Der Rest ist Rechnen: der Quotenschlüssel aus den Kehrwerten aller Quoten eines Marktes, die Marge als Rest auf 100 %, und die Feststellung, dass die bessere Quote bei gleicher Einschätzung die bessere Wette ist. Wer diese zweite Rechnung beherrscht, braucht weniger Tipps als er denkt.

Gewettet wird nur mit Geld, das man nicht braucht, und nur so viel, wie man verlieren kann, ohne den Monat zu verändern. Wer sich in einer Verlustlimite nicht wiederfindet, hat eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage, und wer sich gar nicht mehr sieht, hat eine Sperre für 1 bis 180 Tage oder eine unbefristete, die dann im schweizweiten Register steht. Bei Fragen zu Steuern helfen die kantonale Steuerverwaltung und eine Steuerberatung — nicht ein Forum und nicht diese Seite.

Und die Prognose von morgen? Die wird wieder nicht sicher sein. Man kann nur dafür sorgen, dass man sie unter Bedingungen liest, die man selbst gewählt hat.

Häufige Fragen zu Gratisprognosen und Sportwetten

Wie entsteht eine Wettprognose, und welche Statistiken fliessen ein?

Eine Wettprognose stützt sich auf Form, Ausfälle, Statistik und Quotenvergleich: Ergebnisse der letzten Spiele, Tore und Gegentore, Platzverweise und Verletzungen, Bilanz im direkten Duell, Auswirkung des Heimrechts. Manche ziehen Torschüsse, Ecken oder Ballbesitz hinzu. Alles davon ist vergangen. Aus dem Vergangenen auf das kommende Spiel zu schliessen, bleibt eine Einschätzung, nie eine sichere Aussage über das Ergebnis.

Was ist eine Value Bet, und weshalb enthält jede Quote eine Marge?

Eine Value Bet ist eine Wette, deren Quote über der eigenen Einschätzung der Chance liegt. Der Vergleich lohnt nur, wenn man weiss, dass jede Quote eine Marge trägt: Addiert man die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes, liegt die Summe über eins. Der Rest auf 100 % ist die Marge. Sie ist in jedem Preis eingebaut, bevor das Spiel beginnt.

Welcher Anteil des Kapitals darf auf eine einzelne Wette entfallen, damit die Bankroll geschützt bleibt?

Einsätze sollen nur aus frei verfügbarem Geld stammen, und die Grenze für den eigenen Rahmen setzt man vor der Wette, nicht danach. Vor der ersten Sporttip-Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Welche Wetten sind in der Schweiz bei Swisslos und Loterie Romande überhaupt erlaubt, und wo steht das?

Erlaubt sind ausschliesslich Sportereignisse: kein Wetter, keine Politik, keine Fernsehshow. Die Gespa führt eine Liste der erlaubten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten — Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Ranglisten-Wetten nur, wenn sie dort stehen, keine Ecken- oder Kartenmärkte, kein Esport-Bereich. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen ebenfalls.

Wie wird der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote berechnet?

Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen abgerundet. Zum Vergleich: Quoten von 1.80, 1.90 und 2.10 ergeben als Gesamtquote 7’182, ein Einsatz von CHF 50 also rund CHF 359.10.

Inhalt erstellt vom Team «erstligawetten.com»