Bester Kombiwetten-Bonus: was der Boost am Ende wirklich bringt
Stand: 29. Oktober 2026, abgeglichen mit den Teilnahmebedingungen von Swisslos und der Sperrliste der Gespa.

Eine Kombination ist kein Bündel von Chancen, sondern eine Kette von Bedingungen. Der Sporttip-Kombiboost erhöht den Ertrag dieser Kette, aber nicht ihre Aussicht.
Grundlagen: was eine Kombiwette ist und was sie kostet
Eine Kombiwette verbindet mehrere Tipps zu einer einzigen Wette. Jeder dieser Tipps muss eintreffen, sonst ist die Wette verloren. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten — bei vier Voraussagen mit 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 also 9’792.

Die erste Kostenstelle liegt in der Struktur selbst. Ein Kombiwetten-Bonus, der an die Zahl der Voraussagen geknüpft ist, belohnt nicht den, der einen einzelnen Markt gut liest. Er belohnt den, der seinen Wettschein lang macht. Die Staffelung ist also kein Rabatt, sondern eine Prämie für ein Verhalten, das die Trefferwahrscheinlichkeit senkt.
Der Kombiwetten-Rechner: warum die Gesamtquote steigt und die Chance sinkt
Quoten multiplizieren sich, Wahrscheinlichkeiten auch. Wer vier Voraussagen mit je 80 % Treffsicherheit tippt, landet bei 40,96 % — nicht bei 80 %. Die Werbung für Kombiwetten lebt davon, dass der erste Effekt anschaulich ist und der zweite unsichtbar bleibt. Ein Kombiwetten-Rechner macht beide gleichzeitig sichtbar.
Beim Kombiboost lohnt sich eine Unterscheidung. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000; Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird gar nicht erst angenommen. Der Bonus verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von je 1.50. Darunter läuft die Voraussage nicht, egal wie hoch die Gesamtquote steigt. Das ist die Falle, in die der Favorit mit Quote 1.20 führt.
Kombiwette, Systemwette, Einzelwette: was der Unterschied kostet
Eine Einzelwette setzt alles auf einen Ausgang. Eine Systemwette deckt mit dem gleichen Vorwissen mehrere Kombinationen ab und bezahlt den Einsatz mehrfach — dafür liegt der Höchsteinsatz bei einer Systemwette bei CHF 10’000 statt bei CHF 1’000. Eine Livewette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird, und wird mit Quote 1.00 gewertet, wenn sie nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wurde. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 bewerten. Der Kombiboost gilt online für Prematch, Live und Systemwetten.
Wer den Kombiboost will und das Risiko nicht, hat das falsche Angebot gefunden. Der Preis dieses Bonus ist die vierte Voraussage.
Reguläre Spielzeit und abhängige Ereignisse: zwei Regeln, die Geld kosten
Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer eine Kombi über ein Pokalspiel baut und den Sieger meint, tippt womöglich auf neunzig Minuten statt auf den ganzen Abend.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos eine solche Kombination versehentlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Einsatz kommt zurück, der Bonus nicht. Zwei Kosten, die kein Buchmacher in die Werbung schreibt.
Der Blick über die Grenze: was ein ausländisches Angebot hier nicht hat
Von den zehn Anbietern dieses Vergleichs haben zwei eine Bewilligung in der Schweiz. Eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung. Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar und kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt werden.
Wer dort spielt, hofft auf Kulanz. Es gibt keine.
Rechtslage: zwei Veranstalterinnen und ein geschlossener Katalog
In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten.

Warum «Bewilligung» und nicht «Lizenz» das richtige Wort ist
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51). Zuständig ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Sie gilt nur in der Schweiz.
Der Markt ist per Interkantonalkonvention auf zwei Veranstalter begrenzt: Swisslos mit Sporttip, das die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein bedient, und die Loterie Romande mit Jouez Sport für die Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS.
Diese Wohnsitzbindung ist der eigentliche Kostenposten des Schweizer Angebots. Ob überhaupt ein Konto möglich ist, hängt davon ab, wo man wohnt. Wer im Swisslos-Gebiet lebt, kommt nicht zu Jouez Sport, wer in Genf zu Hause ist, nicht zu Sporttip.
Was der geschlossene Katalog ausschliesst
Was gespielt werden darf, ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 09.10.2026). Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet; Wetten auf Trainingsläufe gibt es nicht. Auch Eckball- und Kartenmärkte fehlen, Esport ebenso. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.
Wer eine Kombi aus Randmärkten bauen will, muss ins Ausland. Dort endet der Schweizer Schutz. Wer beim bewilligten Anbieter bleibt, tippt aus einem kleineren Baukasten — und dieser Baukasten ist Teil dessen, was die Bewilligung kostet.
Der Überschuss aus dem Schweizer Lotterie- und Sportwettenangebot geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Das ist der einzige Punkt, an dem sich die beiden Schweizer Veranstalterinnen strukturell von jeder ausländischen Plattform unterscheiden, und in einer Bonusdiskussion kommt er selten vor.
Was die Gespa blockiert und was nicht
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domänen, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domänen. Blockierte Domänen werden innerhalb von Stunden ausgetauscht — die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home, und bet365 steht auf der Liste.
Ein Domänenwechsel löst das Problem nicht. Er verschiebt es.
Die Aufsicht im Vergleich: Gespa, nicht ESBK
Für Sportwetten ist die Gespa zuständig, nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Diese Unterscheidung taucht in Gesprächen über «die Schweizer Regulierung» oft nicht auf und führt zu Verwirrung, sobald ein Sportwettenangebot neben einem Casinoangebot steht.
Was hinter der Bewilligung steckt
| Merkmal | Regel |
|---|---|
| Bewilligungsart | Veranstalterbewilligung und Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) |
| Geltungsbereich | nur in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Aufsichtsbehörde | Gespa, nicht die ESBK |
| Zahl der Sportwetten-Veranstalter | zwei (Swisslos, Loterie Romande) |
| Mindestalter | 18 Jahre |
Wer nach einer vollständigen Liste weiterer bewilligter Buchmacher sucht, findet sie nicht. Es gibt keine. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste.
Spielerschutz: Limiten, Sperren und was sie kosten
Die Schweiz kennt keine feste gesetzliche Einzahlungsobergrenze. Limiten setzt der Spielende selbst. Die Veranstalterin muss Höchstwerte für Einsätze oder Verluste verlangen; bei Swisslos müssen sie vor der ersten Teilnahme für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.
Diese Verzögerung ist der eigentliche Mechanismus. Wer in einer Verlustphase erhöhen will, muss drei Tage warten. Das ist lang genug, um es sich noch einmal zu überlegen — und der wirksamste Spielerschutz, den dieser Markt hat. Der Bund sieht für Limiten eine Erhöhung nach 24 Stunden vor; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Die Veranstalterinnen sind hier strenger als das Gesetz verlangt.
Sperre, Sperrregister und warum sie über die Grenze wirkt
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, und eine Fachstelle ist daran beteiligt. Eine selbst gewählte Auszeit von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Gesperrte oder Minderjährige haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Kein ausländischer Anbieter ist an dieses Register angeschlossen. Er kennt die Sperre nicht.
Was ein Bonus mit dem Spielverhalten macht
Der Kombiboost belohnt die Zahl der Voraussagen. Er erhöht nicht die Chance, dass sie eintreffen. Der Reiz liegt darin, einen weiteren Tipp anzuhängen, um von 5 % auf 20 % zu kommen. Wer das tut, hat einen anderen Wettschein gebaut als geplant. Der Test ist die Frage, ob man den langen Wettschein auch ohne Bonus gespielt hätte.
Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; darüber wird bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Wer sich mit einem Bonus in eine Falle manövriert, hat auf das Gratisguthaben keine Rechte.
Boni und Gratisspielguthaben: zwei Familien von Angeboten
Die eine Familie ist das Gratisspielguthaben. Swisslos und die Loterie Romande dürfen Gratisspiele oder Gratisguthaben nur mit vorheriger Zustimmung der Gespa anbieten — 2025 gab es 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Die Loterie Romande fuhr die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen: Wer innert 7 Tagen den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben, insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar.
Die andere Familie ist der Kombiboost von Sporttip: kein Guthaben, sondern ein Prozentsatz auf den Nettogewinn. Beide unterscheiden sich in einem entscheidenden Punkt. Gratisguthaben ist nicht auszahlbar. Der Kombiboost erhöht das Auszahlbare, falls die Kombination gewinnt.
Was eine Gratiswette nicht ist
Gratisspielguthaben wird am Auszahlungsschalter nicht ausgezahlt. Das ist keine Fussnote, sondern der Kern der Sache: Wer aus Gratisguthaben einen Gewinn erzielt, kann unter Umständen den Gewinn abheben, das Guthaben selbst nicht. Ein «CHF 10 Gratisguthaben» ist damit weniger als CHF 10 wert. Bei der Loterie Romande ist Gratisspielguthaben ausdrücklich nicht auszahlbar.
Der Kombiboost im Detail: was «Nettogewinn» heisst
Der Bonus gilt auf den Nettogewinn, nicht auf den Einsatz und nicht auf Gewinn plus Einsatz. Bei einem Einsatz von CHF 10 und einer Gesamtquote von 9’792 beträgt der Nettogewinn CHF 87.92. Der Zuschlag von 5 % darauf beträgt CHF 4’396, der Rückzahlungsbetrag steigt von CHF 97.92 auf rund CHF 102.32. Vier richtig getippte Voraussagen bringen also rund CHF 4.40 mehr — auf einen Einsatz von zehn Franken.
Und dann ist da die Staffelung: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Die Zahlen steigen, die Wahrscheinlichkeit, sie zu erreichen, fällt. Der Bonus wird grösser, je unwahrscheinlicher die Kombination wird.
Die Staffelung als Rechnung
| Zahl der Voraussagen mit Quote ab 1.50 | Bonus auf den Nettogewinn | Rückzahlung bei CHF 10 Einsatz und Quote 1.50 je Voraussage |
|---|---|---|
| 4 | 5 % | CHF 52.66 |
| 7 | 20 % | CHF 203.03 |
| 10 | 40 % | CHF 803.31 |
| 15 | 100 % | CHF 8’747.88 |
Die vier Beispiele rechnen mit gleichem Einsatz, gleicher Quote von 1.50 je Voraussage und dem Fall, dass alle Voraussagen eintreffen. Bei vier Voraussagen liegt die Gesamtquote bei 5.0625, der Nettogewinn bei CHF 40.63 und der Zuschlag bei CHF 2.03. Bei sieben Voraussagen liegt die Gesamtquote bei 17’086 und der Nettogewinn bei CHF 160.86, der Zuschlag von 20 % bei CHF 32.17. Bei zehn Voraussagen sind es 57’665 Gesamtquote und CHF 566.65 Nettogewinn, der Zuschlag von 40 % beträgt CHF 226.66. Bei fünfzehn Voraussagen liegt die Gesamtquote bei 437’894, der Nettogewinn bei CHF 4’368.94, und die volle Erhöhung verdoppelt ihn.
Die Tabelle ist eine Illustration der Staffelung, nicht die Prognose einer Wette. Bei fünfzehn Voraussagen mit je 80 % Treffsicherheit liegt die Chance, dass alle eintreffen, bei 3,52 %. Die 100 % sind also nicht der Bonus, den ein durchschnittlicher Spieler erhält, sondern der, den er in einem von etwa achtundzwanzig Fällen erhält. Gross und selten, beides zugleich.
Strategie: warum es keine sichere Kombiwette gibt
Wer nach «sicheren Kombiwetten» sucht, findet entweder eine Marketingaussage oder eine Liste von Favoriten mit niedrigen Quoten. Beides hilft nicht.
Die niedrige Quote ist der Preis des Favoriten, und im Kombi erscheint sie multipliziert. Wer vier Favoriten mit je 1.20 kombiniert, kommt auf 2.07. Die Chance, dass alle vier eintreffen, ist deutlich kleiner als die Chance eines einzelnen. Es gibt keine Kombiwette mit Gewinngarantie: Die Gesamtquote ist der Preis, nicht die Rangliste. Und ein Vierfach-Tipp auf lauter Favoriten riskiert mehr als ein Einzeltipp auf den besten davon.
Wahrscheinlichkeiten multiplizieren sich — gegen die lange Kombination
Vier Voraussagen mit je 80 % Trefferchance ergeben 40,96 %. Sieben ergeben 20,97 %. Fünfzehn ergeben 3,52 %. Der Kombiboost liegt bei sieben Voraussagen bei 20 % auf den Nettogewinn, bei fünfzehn bei 100 %. Die Staffelung wächst also mit der Unwahrscheinlichkeit. Das ist keine clevere Lösung, sondern eine Werbearchitektur.
Am meisten Nutzen bringt der Kombiboost bei der kleinsten zugelassenen Kombination: vier Voraussagen ab Quote 1.50. Da greift er am häufigsten — nicht, weil er dann am höchsten ist, sondern weil die Kombination dann am ehesten aufgeht.
Wo der Anspruch auf den Bonus verfällt
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt; in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei einer Vierfach-Kombi ist damit die Mindestzahl der Voraussagen für den Kombiboost nicht mehr erfüllt. Die Wette selbst bleibt bestehen, der Bonus fällt weg. Dasselbe passiert, wenn eine Livewette mit Quote 1.00 gewertet wird, weil sie nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wurde.
Wer den Bonus einplanen will, sollte einen Tipp Reserve einbauen. Eine Kombi aus fünf Voraussagen, von denen eine ausfällt, hat danach noch vier und erfüllt die Mindestzahl. Der Kombiboost gilt ausserdem nur online — wer am Verkaufspunkt kombiniert, hat von Anfang an keinen Anspruch.
Wettarten und Quoten: wie Auszahlung, Rundung und Cash-Out zusammenspielen
Der Auszahlungsbetrag einer Sporttip-Wette ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal die Gesamtquote, also das Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei vier Voraussagen mit Quote 1.50 je Tipp ergibt 1.50 hoch vier eine Gesamtquote von 5.0625; bei einem Einsatz von CHF 10 steht ein Bruttobetrag von CHF 50.63. Die 5-Rappen-Rundung ändert daran nichts, weil 50’625 ohnehin auf 50.60 fällt — sie ist klein, aber sie existiert, und sie fällt nie zugunsten des Spielers aus.
Vor fünfzehn Voraussagen mit je 1.50 steht rechnerisch eine Gesamtquote von 437’894 und ein Bruttoertrag von über CHF 4’000 — bei einem Einsatz von zehn Franken. Die Zahl ist echt, die Chance darauf winzig.
Einzelwette, Kombination und Systemwette im Vergleich
| Wettart | Was gewinnen muss | Höchsteinsatz |
|---|---|---|
| Einzelwette | eine Voraussage | CHF 1’000 |
| Kombinationswette | alle Voraussagen | CHF 1’000 |
| Systemwette | mehrere Kombinationen aus denselben Voraussagen | CHF 10’000 |
Die Systemwette ist die teure Antwort auf das Kombirisiko. Sie deckt mehrere Kombinationen gleichzeitig ab, was den Einsatz vervielfacht, dafür übersteht sie einzelne Fehler. Der Kombiboost gilt online auch für Systemwetten, sofern Mindestzahl und Mindestquote erfüllt sind.
Cash-Out: was er kostet und wann er nicht greift
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Wer aussteigt, tauscht den vollen Gewinn gegen einen sicheren kleineren Betrag — und bei einem Quoten- oder Profitboost verfällt der Bonus sogar. Cash-Out ist kein Instrument, um einen Kombiboost zu sichern. Er ist dessen Gegenstück.
Quoten- und Profitboosts: der andere Boost
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das ist ein anderer Mechanismus als der Kombiboost: Der eine hängt an einer einzelnen Voraussage, der andere an der Zahl der Voraussagen auf dem Wettschein. Verwechseln lässt sich das leicht, weil beide «Boost» heissen.
Limiten, die jede Kombi betreffen
Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1. Das ist die Zahl, die Kombinationen auch für kleine Budgets zugänglich macht. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Wer den Kombiboost bei fünfzehn Voraussagen ausschöpfen will, bleibt mit dem Einsatz unter CHF 1’000 — und weiss trotzdem nie, ob die Limite beim nächsten Mal noch dieselbe ist.
Der Vergleich: zehn Plattformen, zwei Bewilligungen
Die folgende Einordnung stellt die Anbieter nach Bewilligungsstatus nebeneinander. Die Spalte «gemeldete Bewilligung» hält fest, ob die Plattform eine Aufsichtserlaubnis vorweisen kann, die in der Schweiz etwas bewirkt.
| Anbieter | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS | Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Aufsicht Gespa |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Feststellung |
| bet-at-home | ohne Schweizer Bewilligung | keine Feststellung |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | keine Feststellung |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | keine Feststellung |
| Betwinner | ohne Schweizer Bewilligung | keine Feststellung |
| Funbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Feststellung |
| BillyBets | ohne Schweizer Bewilligung | keine Feststellung |
| BC.Game | ohne Schweizer Bewilligung | keine Feststellung |
Die entscheidende Spalte ist die mittlere. Bei den beiden Schweizer Namen steht eine Bewilligung nach BGS. Bei den acht ausländischen steht achtmal dieselbe Feststellung, und das ist nicht Nachlässigkeit, sondern der Befund selbst: Eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao, Malta oder Deutschland — hat in der Schweiz keine Geltung. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Aufsicht, ohne Anschluss an das Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsweg.
Wer die Tabelle liest und denkt, acht gleichlautende Zellen seien eine Lücke, hat den Punkt getroffen. Die acht unterscheiden sich in ihrer Bewilligung nicht voneinander, und genau darum geht es: Sie unterscheiden sich nur darin, wie sie ihre eigenen Regeln schreiben.
Swisslos Sporttip: die bewilligte Veranstalterin mit dem Kombiboost
Swisslos ist eine der beiden nach interkantonalem Recht zugelassenen Veranstalterinnen. Sie hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS (SR 935.51), die Aufsicht führt die Gespa.
Der Kombiboost ist das Kernstück für Kombiwetten. Er gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 und staffelt den Zuschlag auf den Nettogewinn: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Ein Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet möglich, also in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zur Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Jede Person darf sich nur einmal registrieren.
Das Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. PostFinance Pay steht als Zahlungsart bereit, die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.
Und die Auszahlung: Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Das Fazit dieser Zeilen ist unspektakulär und trotzdem das wichtigste der ganzen Seite: Der Kombiboost verlangt keine Einzahlung, keinen Umsatz und keine Mindestverweildauer — nur eine Struktur auf dem Wettschein. Wer ohnehin vier Voraussagen ab Quote 1.50 spielt, nimmt die 5 % mit, ohne etwas zu ändern. Wer die Wette verlängert, um mehr zu bekommen, zahlt mit der Trefferwahrscheinlichkeit. Die dritte Auszahlung im Jahr kostet dann noch 3 %, und das ist die einzige Stelle, an der Swisslos für ein Verhalten Gebühren nimmt, das nichts mit Wetten zu tun hat.
Loterie Romande Jouez Sport: die Westschweizer Veranstalterin
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt die Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne als Kontaktadresse und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS, die Aufsicht führt die Gespa.
Auf der Kontoseite: Einzahlungen auf das Spielerkonto von höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage und ein Wallet-Guthaben von höchstens CHF 10’000; Gewinne bis CHF 1’000 netto gehen direkt ins Wallet, darüber per Überweisung auf das Konto der angegebenen IBAN. Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar.
Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen: CHF 10 Spielguthaben für einen Code, der in den National-League-Stadien verbreitet wurde, insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar.
Der Unterschied zwischen den beiden Schweizer Angeboten liegt nicht in der Höhe des Bonus, sondern in seiner Anknüpfung. Bei Jouez Sport hängt die Aktion an einem Ort und einer Frist; bei Sporttip hängt der Bonus an der Struktur der Wette. Für jemanden, der regelmässig Kombiwetten spielt, ist das zweite relevanter — aber wer in Genf wohnt, hat das erste und das zweite nicht.
Cloudbet: Plattform ohne Schweizer Bewilligung
Cloudbet tritt als Sportwettenplattform mit Krypto-Bezug auf. In der Schweiz hat sie keine Bewilligung; eine gemeldete Bewilligung ist nicht feststellbar, und eine ausländische hätte hier ohnehin keine Geltung. Die Plattform ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und ihre Domäne kann auf die Sperrliste der Gespa kommen.
Was Cloudbet an Sportarten, Märkten und Boni führt, steht ausschliesslich in den eigenen Bedingungen. Ob es dort eine Staffelung gibt, welche Mindestquote gilt und wie eine Erhöhung berechnet wird, lässt sich nur dort nachlesen — und niemand in der Schweiz prüft es nach.
Was an dieser Plattform hängen bleibt, ist nicht der Bonus, sondern die Frage nach dem Rechtsweg. Kombinationen sind ohnehin riskant; sie bei einem Anbieter zu spielen, den man im Streitfall nicht in der Schweiz belangen kann, verschiebt das Risiko nur dorthin, wo es niemand sieht.
bet-at-home: ohne Bewilligung, ohne Schweizer Kontrolle
bet-at-home ist in der Schweiz ohne Bewilligung tätig; eine gemeldete Bewilligung ist nicht feststellbar, und eine ausländische hat hier keine Geltung. Kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domäne potenziell auf der Sperrliste — die Gespa nennt das Haus im Zusammenhang mit Domain-Hopping.
Für Kombiwetten bedeutet das: Die Bedingungen eines Kombi-Bonus stehen in der Verantwortung der Plattform, nicht einer Aufsicht. Ein Vergleich mit den Schweizer Kombiregeln, also vier Voraussagen ab Quote 1.50, ist kein Vergleich zweier Pakete, sondern zweier Rechtsrahmen.
Die interessante Frage bei diesem Namen ist nicht, wie hoch ein Bonus wäre, sondern wie viele Domänen es gibt. Wo eine Adresse innerhalb von Stunden ersetzt wird, wird auch ein Wettschein nicht dauerhaft.
BetFury: ohne Bewilligung
BetFury ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung; eine gemeldete Bewilligung ist nicht feststellbar. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domäne potenziell auf der Sperrliste.
Welche Kombi-Bonus-Regeln dort gelten, steht in den Bedingungen des Anbieters. Eine Schweizer Stelle, die Mindestquoten oder Bonusarten prüft, gibt es nicht. Wer sich für Kombiwetten interessiert, sollte diesen Unterschied kennen: Bei den zwei Schweizer Veranstaltern hängt ein Aufsichtsregime mit dran, im Ausland hängt der Ruf des Anbieters dran.
Der Preis einer fehlenden Bewilligung zeigt sich nicht in der Quote, sondern am Morgen danach. Wenn die Plattform nicht mehr erreichbar ist, nützt die schönste Staffelung nichts.
Rabona: ohne Bewilligung
Rabona ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung; eine gemeldete Bewilligung ist nicht feststellbar. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domäne potenziell auf der Sperrliste.
Was der Anbieter an Kombi-Boni führt, steht in seinen eigenen Bedingungen: Mindestquote je Voraussage, Mindestzahl an Voraussagen, Bonusart. Der Begriff Veranstalter nach BGS greift hier nicht, und damit auch keines der Regeln, die an ihn geknüpft sind.
Interessant ist weniger das Produkt als die Frage, wer den Bonus im Streitfall prüft. Bei zwei Schweizer Namen ist die Antwort eine Behörde. Hier ist sie das Regelwerk einer Gesellschaft, die man nicht kennt.
Betwinner: ohne Bewilligung
Betwinner ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung; eine gemeldete Bewilligung ist nicht feststellbar.
Für Kombiwetten heisst das, dass die Spielregeln der Plattform gelten und keine Schweizer Instanz sie kontrolliert. Ob es eine Staffelung nach Voraussagen gibt, ob eine Mindestquote greift und ob eine Erhöhung gedeckelt ist, bleibt eine Angabe des Anbieters.
Wer eine Kombi bei einem Haus ohne Bewilligung spielt, tippt in zwei Richtungen gleichzeitig: auf das Ereignis und auf das Wohlwollen der Plattform.
Funbet: ohne Bewilligung
Funbet besitzt keine Schweizer Bewilligung. Da keine Aufsicht in der Schweiz vorliegt, gelten ausschliesslich die Bedingungen des Betreibers.
Die Bedingungen eines Kombi-Bonus — Mindestquote, Mindestzahl Voraussagen, Bonusart — stehen ausschliesslich im Regelwerk des Anbieters. Für Schweizer Spielende gibt es keinen Anschluss an das Limiten- und Sperrsystem der bewilligten Veranstalter, und im Fürstentum Liechtenstein wirkt eine Schweizer Sperre hier ebenfalls nicht.
Was hier am ehesten auffällt, ist der Umkehrschluss: Ein Bonus, den niemand nachprüft, ist eine Zusage, nicht eine Bedingung.
BillyBets: ohne Bewilligung
BillyBets agiert ohne Schweizer Bewilligung. Mangels Aufsicht in der Schweiz unterliegt das Angebot allein den Regeln des Betreibers.
Die Regeln eines Kombi-Bonus liegen beim Anbieter. Eine Schweizer Aufsicht prüft weder Mindestquote noch Bonusart. Ein Vergleich mit dem Sporttip-Kombiboost ist deshalb der Vergleich eines geprüften Angebots mit einem ungeprüften.
Die entscheidende Zahl bei diesem Namen ist die, die man nicht sieht: Wie viel Geld liegt auf dem Konto, wenn die Domain wechselt?
BC.Game: ohne Bewilligung
BC.Game verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Es unterliegt keiner Aufsicht in der Schweiz und agiert nach eigenen Regeln.
Der Kombi-Bonus folgt den Bedingungen des Anbieters — Mindestquote, Mindestzahl an Voraussagen, Bonusart, alles Sache des Regelwerks. Eine Schweizer Aufsicht, die diese Regeln überprüft, besteht nicht. Für Schweizer Spielende heisst das: Was hier als Kombi-Bonus angeboten wird, unterliegt weder dem BGS noch einer Schweizer Besch beschwerdestelle.
Wer bei einer Plattform ohne Bewilligung spielt, hat die Regeln nicht gewählt. Er hat sie akzeptiert — meistens ungelesen.
Was der Kombiboost im Vergleich zu anderen Bonusarten kostet
Es gibt einen Bonus-Typ, der in der Schweiz gar nicht vorkommt: die Einzahlungsprämie mit Umsatzbedingung. Wer das Geldspielgesetz liest, findet keine solche Kategorie, und wer die beiden bewilligten Angebote prüft, findet keinen Rollover. Gratisspielguthaben braucht die Zustimmung der Gespa, ist nicht auszahlbar und war in der zitierten Aktion auf CHF 10 begrenzt.
Der Kombiboost gehört zu einer anderen Familie. Er ist kein Guthaben, das man abheben kann. Er ist ein Zuschlag auf den Nettogewinn, der nur entsteht, wenn die Wette gewinnt. Bei vier Voraussagen mit Gesamtquote 9’792 und einem Einsatz von CHF 10 beträgt der Nettogewinn CHF 87.92, der Zuschlag von 5 % darauf CHF 4’396. Rund vier Franken auf zehn, und nur im Erfolgsfall.
Wer den Kombiboost gegen einen Einzahlungsbonus stellt, vergleicht zwei verschiedene Kostenarten. Der eine bindet Kapital und verlangt Umsatz, der andere bindet die Struktur der Wette. Für jemanden, der ohnehin vier Voraussagen ab Quote 1.50 spielt, gewinnt der Kombiboost diesen Vergleich klar — nicht weil er viel zahlt, sondern weil er nichts verlangt. Für jemanden, der kurze Kombinationen bevorzugt, ist er wertlos, weil er unter vier Voraussagen nicht greift.
Was der Kombiboost nicht leistet, ist eine Verbesserung des Erwartungswerts. Er verschiebt den Auszahlungsbetrag im Erfolgsfall nach oben. Die Trefferwahrscheinlichkeit bleibt davon unberührt.
Vor dem Abschluss: die sechs Punkte am Wettschein
Der erste Blick gilt der Zahl der Voraussagen. Der Boost beginnt bei vier; wer drei spielt, hat keinen Anspruch, unabhängig von der Gesamtquote.
Der zweite gilt der Mindestquote. Jede einzelne Voraussage muss über 1.50 liegen. Eine Kombi aus einem Favoriten mit 1.20 und einem Aussenseiter mit 8.00 hat eine hohe Gesamtquote und keinen Anspruch.
Der dritte gilt der Unabhängigkeit der Ereignisse. Abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; sonst kann die ganze Kombinationswette für ungültig erklärt werden.
Der vierte gilt der Spielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist. Wer ein Pokalspiel tippt, sollte wissen, ob er auf neunzig Minuten oder auf den Abend setzt.
Der fünfte gilt dem Bonusverfall. Bei einem Cash-Out verfällt ein Boost, bei einer gewerteten Quote von 1.00 fehlt eine zählende Voraussage. Wer den Bonus sichern will, plant einen Tipp Reserve ein.
Der sechste gilt dem Geld. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage werden vor der ersten Teilnahme gesetzt; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Bei einem Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Kombinationswette ist die Limite der wirksamere Riegel als jede Bonusstaffelung.
Wer diese sechs Punkte vor dem Abschluss durchgeht, hat den Kombiboost verstanden. Wer sie überspringt, hat eine Kombi mit einem Bonus, der womöglich nicht greift — und merkt es erst nach der Auswertung.
Steuern: was von einem Kombigewinn übrig bleibt
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, deshalb gilt «je nach Kanton». Oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die man durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückfordert.
Ein typischer Wettender liegt weit darunter. Wer CHF 10 auf eine Kombi mit Gesamtquote 9’792 setzt, gewinnt CHF 97.92 — keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf diesem Betrag.
Und es gibt keine Schweizer Steuer auf Einsätze. Dieser Punkt wird oft falsch dargestellt, und er verändert jede Kalkulation: Der Einsatz wird nicht besteuert, der Gewinn erst ab einer Million.
Bei den acht ausländischen Anbietern ist die Lage anders. Ihre Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer — dafür fehlt auch der Mechanismus, der eine Besteuerung verhindert. Die kantonale Steuerpraxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer dort spielt und gewinnt, hat also unter Umständen eine steuerbare Einnahme ohne Quellensteuerabzug. Das ist die steuerliche Kehrseite des Auslandangebots, und sie steht in keiner Bonusbeschreibung.
Zu Steuerfragen gilt: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.
Kontoführung und Auszahlung: der Weg des Geldes
Ein Spielerkonto bei Swisslos ist ein verifiziertes Konto. Die Registrierung braucht mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Wichtig ist das für die Auszahlung: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Angebot nicht, und Kredite an Spielende sind nicht erlaubt. Wer bei der Registrierung andere Angaben macht als auf dem Bankkonto, hat später ein Problem — nicht beim Wetten, sondern beim Abheben. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; darüber wird bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen überwiesen. Ohne bekannte Zahlungsverbindung dauert es länger.
Bei der Loterie Romande liegt die Grenze ebenfalls bei CHF 1’000 netto: darunter ins Wallet, darüber auf die angegebene IBAN. Gratisspielguthaben ist in beiden Fällen nicht auszahlbar.
Der Auszahlungsweg hat also zwei Stufen, und die Stufe hängt von der Höhe des Gewinns ab. Wer regelmässig kleine Kombinationen mit Bonus spielt, bleibt meist in der ersten Stufe und zahlt ab der dritten Auszahlung im Jahr möglicherweise 3 %. Das ist wenig, aber es ist die einzige Gebühr, die ein Schweizer Kombispieler regelmässig sieht.
Wie die Wohnsitzregel den Vergleich entscheidet
Art. 47 Abs. 3 VGS verlangt Wohnsitz in der Schweiz und in der Praxis im Gebiet der Veranstalterin. Das ist die erste Einschränkung, auf die ein Spielender trifft, und sie entscheidet den Vergleich, bevor er beginnt.
Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder im Fürstentum Liechtenstein wohnt, kann ein Konto bei Swisslos eröffnen und damit den Kombiboost nutzen. Wer in einem der sechs Westschweizer Kantone wohnt, kommt zu Jouez Sport — und dort ist die dokumentierte Aktion an einen Stadioncode gebunden, nicht an die Zahl der Voraussagen. Ein Wettender in Genf hat auf den Kombiboost keinen Zugang, und keine Bonushöhe der Welt ändert daran etwas.
Die acht ausländischen Plattformen kennen diese Wohnsitzbindung nicht. Das ist kein Vorteil, sondern der Grund, weshalb sie nicht an das Sperrregister angeschlossen sind und keine Schweizer Aufsicht über sich haben.
Die Betreiberfrage: wer den Bonus prüft
Bei den zwei Schweizer Veranstaltern ist die Antwort eine Behörde. Die Gespa beaufsichtigt sie, die Bedingungen stehen online, und eine Sperre wirkt schweizweit. Bei den acht anderen ist die Antwort das Regelwerk einer Gesellschaft im Ausland — und im Streitfall niemand, den man in der Schweiz anrufen kann.
Ein Kombiboost ist eine Zusage über einen Betrag, der erst nach dem letzten Ereignis fällig wird. Wer diese Zusage prüfen lassen will, braucht eine Instanz. In der Schweiz gibt es sie für zwei Anbieter und für keinen weiteren.
Fazit: der Kombiboost ist der beste Kombiwetten-Bonus des Schweizer Marktes
Der Kombiboost von Sporttip ist der klarste Kombi-Bonus, den dieser Markt kennt. Er verlangt keine Einzahlung und keinen Umsatz. Er verlangt vier Voraussagen ab Quote 1.50, dann 5 % auf den Nettogewinn. Bei vier Voraussagen mit Quote 1.50 und einem Einsatz von CHF 10 sind das rund CHF 2.03 zusätzlich, bei Gesamtquote 9’792 rund CHF 4.40.
Die Staffelung belohnt die Länge, nicht die Klugheit. Die 100 % gibt es bei fünfzehn Voraussagen, und fünfzehn Voraussagen mit je 80 % Treffsicherheit treffen in 3,52 % der Fälle ein. Wer zwei oder drei Voraussagen kombiniert, bekommt gar nichts — das ist die Kondition, die diesen Bonus bezahlt.
Die Auszahlung hat zwei Nebenkosten: zweimal pro Jahr gratis, ab der dritten Auszahlung möglicherweise 3 % Kommission, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist ohnehin nicht auszahlbar. Die Steuer ist für den normalen Spieler kein Thema, der Freibetrag liegt bei CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026, je nach Kanton unterschiedlich, und eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht.
Und die acht ausländischen Namen bleiben, was sie sind: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsweg. Wer den Kombiboost will, muss im richtigen Gebiet wohnen. Das ist die eine Bedingung, die dieser Bonus nicht verhandelbar macht.
Häufige Fragen zu Kombiwetten und Kombi-Boni
Was ist eine Kombiwette, und wie funktioniert sie?
Eine Kombiwette verbindet mehrere Tipps zu einem Wettschein. Alle Voraussagen müssen eintreffen, sonst ist die Wette verloren. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten — vier Voraussagen mit 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 ergeben 9’792. Bei Sporttip erhöht der Kombiboost den Nettogewinn ab vier solchen Voraussagen.
Muss bei einer Kombiwette alles richtig sein, damit ausgezahlt wird?
Ja. Eine einzige falsche Voraussage macht die Kombination verloren, weil jedes Ereignis eintreffen muss. Anders arbeitet die Systemwette, die aus demselben Vorwissen mehrere Kombinationen bildet und deshalb auch bei einzelnen Fehlern noch eine Auszahlung liefern kann. Der Kombiboost gilt bei Sporttip auch für Systemwetten, sofern die Bedingungen erfüllt sind.
Wie funktioniert der Kombiboost bei Sporttip, und welche Mindestquote gilt?
Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Wie berechnet sich die Gesamtquote einer Kombination aus den Einzelquoten?
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Vier Voraussagen mit 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 ergeben 9’792; der Auszahlungsbetrag ist Einsatz mal Gesamtquote. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Kombiboost kommt auf den Nettogewinn obendrauf.
Was geschieht mit einer Kombiwette, wenn ein Ereignis abgesagt wird?
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt; in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei einer Vierfach-Kombi ist damit die Mindestzahl der Voraussagen für den Kombiboost nicht mehr erfüllt.
Weshalb gibt es keine Kombiwette mit Gewinngarantie?
Weil jede Voraussage eine eigene Trefferwahrscheinlichkeit hat und sich diese multiplizieren. Vier Tipps mit je 80 % Trefferchance ergeben 40,96 %, fünfzehn Tipps nur 3,52 %. Der Kombiboost erhöht den Auszahlungsbetrag im Erfolgsfall, nicht die Chance auf Erfolg. Keine Quote und kein Bonus macht eine Kombination sicher.
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