Wimbledon wetten in der Schweiz: zwei Veranstalter und kein dritter Weg

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026. Alle Bewilligungsangaben wurden gegen die Informationen der Interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa und die veröffentlichten Wettbedingungen der beiden Schweizer Veranstalter geprüft.

Ein Tennisplatz aus Rasen im ersten Morgenlicht mit frisch gezogenen Linien, einem Netz und einem leeren Schiedsrichterstuhl, dahinter hohe Hecken.
Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt und waren die 139. Austragung.

Wimbledon ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Rasen, und wer darauf wettet, wettet auf ein Ereignis mit einer sehr kurzen Geschichte pro Jahr: zwei Wochen ab Ende Juni, nicht mehr. Die Championships 2026 liefen vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London und waren die 139. Austragung; das Herreneinzel gewann Jannik Sinner aus Italien, der damit seinen Vorjahressieg wiederholte, das Dameneinzel Linda Nosková aus Tschechien. Beide Ergebnisse stehen fest, und damit steht auch fest, dass jede Wette auf dieses Turnier entschieden ist. Wer heute ein Wettkonto sucht, sucht es für die Ausgabe 2027, deren Termine noch nicht feststehen, und für alles, was dazwischen auf Hartplatz gespielt wird.

Was vom Rasen übrig bleibt: 2026 aus Sicht eines Wettenden

Veranstaltet wird das Turnier vom All England Lawn Tennis and Croquet Club im Londoner Stadtteil Wimbledon. Zurück geht die Anlage auf die ersten Lawn Tennis Championships, die am 9. Juli 1877 an der Worple Road begannen. Turnierdirektor ist seit 2020 Jamie Baker. Für die Wette selbst ist von diesen Namen nur einer von Belang, und zwar indirekt: Der Veranstalter legt das Format fest, und das Format entscheidet, welche Wettart überhaupt Sinn ergibt.

Ein gelber Tennisball liegt im Gras neben der weissen Grundlinie, Tau glitzert auf den Halmen im flachen Sonnenlicht.
Die ersten Lawn Tennis Championships in Wimbledon begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road.

Wimbledon ist das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres. Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 im Satz gibt es einen Tiebreak bis 7 Punkte, im Entscheidungssatz seit März 2022 einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Wer das einmal verstanden hat, versteht auch, warum ein Favorit über fünf Sätze schwerer zu halten ist als über drei. Ein früher Satzverlust kostet im Herreneinzel nichts Endgültiges, im Dameneinzel dagegen die Hälfte des Wegs. Auf einer Wette auf den Turniersieg schlägt sich das in der Quote nieder, nicht in der Wahrscheinlichkeit — und der Unterschied zwischen den beiden ist der ganze Gegenstand dieser Seite.

Auf Gras ist der Aufschlag mehr wert als auf jedem anderen Belag. Die Kugel kommt flacher, der Ballwechsel wird kürzer, ein einziges Break kann einen Satz entscheiden. Wer die ersten Runden eines Rasenturniers sieht, sieht Spiele, in denen zwei, drei Punkte den ganzen Verlauf kippen. Das ist keine Anekdote, sondern die Eigenschaft, die jede Wette auf ein Rasenmatch teurer macht, als sie aussieht: Die Buchmacher preisen die erhöhte Streuung ein, und zwar nicht als Service, sondern als Sicherheitsabstand.

Dazu kommt der Zeitpunkt. Ein Grand-Slam-Turnier zieht Zuschauer an, die den Rest des Jahres kein Tennis sehen. Genau dort trifft ein Gelegenheitswetter auf Quoten, die er nicht einordnen kann: Er kennt den Namen des Favoriten, nicht die Form des Gegners, und er hält eine Quote von 1.20 auf einen Top-Ten-Spieler für ein Geschenk statt für eine Wette, die eine Niederlage pro fünf Matches nicht überlebt. Ein echter Preis müsste deutlich über 1.20 liegen. Er tut es nicht, weil die Buchmacher das Publikum kennen.

Die Bewilligung: eine Rechtslage mit zwei Namen und keiner Warteliste

In der Schweiz ist das nicht ein Markt unter vielen, sondern ein Markt mit zwei Anbietern. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e). Beaufsichtigt wird das von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, deren Geldspielkonkordat seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist; die ESBK ist nicht zuständig, sie beaufsichtigt nur die Casinos. Eine Bewilligung braucht es zweifach, als Veranstalterbewilligung und als Spielbewilligung (Art. 21-25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Ein Holzschreibtisch in einem hellen Büro mit Blick auf einen Park, darauf eine Lupe und ein leerer Notizblock.
Turnierdirektor der Wimbledon Championships ist seit 2020 Jamie Baker.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Das ist kein Zwischenstand, der sich mit einer weiteren Bewilligung auflöst, und es gibt auch keine Warteliste: Die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Sie veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Das erste Tor zur Teilnahme ist der Wohnsitz, und die Veranstalter haben feste Gebiete. Swisslos bedient die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein; zusammen ist das das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in Freiburg wohnt, kommt bei Sporttip nicht durch die Registrierung. Wer in Zürich wohnt, bei Jouez Sport nicht. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS) und praktisch im Gebiet des jeweiligen Veranstalters.

Vor der ersten Teilnahme braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das ist der Teil, den kein ausländischer Anbieter von sich aus macht, und genau hier trennt sich, was am Ende auf dem Konto steht.

Dann das zweite Tor, das den Einsatz betrifft und nicht die Person: das Wettprogramm. Was gespielt werden darf, steht nicht im Ermessen des Veranstalters, sondern auf einer geschlossenen Liste — der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Die Liste lässt Qualifikationsrunden nur zu, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Rankingwetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet; Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Corner- oder Kartenmärkte und eine Esport-Abteilung sucht man auf der Liste vergeblich. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ohnehin gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS). Esport taucht in der Liste nicht auf, und mehr ist über Esport im Schweizer Wettrecht nicht zu sagen.

Eine Wette auf Regen, auf eine Wahl oder auf den Ausgang einer Fernsehshow ist in der Schweiz keine Sportwette und damit nicht zulässig. Wettbar sind Sportereignisse, und Tennis ist eines davon.

Der Punkt, der in Vergleichstabellen gern untergeht: Ein Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung ist damit nicht einfach eine zweite Option mit schlechterem Ruf. Seine Lizenz, ganz gleich aus welchem Land, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der wettende Spieler wird nicht bestraft. Das ist die gute Nachricht und die einzige. Die schlechte: Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Schweizer Aufsicht, keine Fair-Play-Kontrolle und keinen Schweizer Rechtsweg. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren (Art. 86-93 BGS). Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt; die Gespa nennt das Domain-Hopping und nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele sowie bet365 als auf der Liste geführt.

Dasselbe für die Werbung: Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist strafbar (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Werbung darf zudem nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Ein Zeitfenster, in dem Werbung verboten wäre, kennt das Gesetz nicht.

Nicht nur Limits: was ein Konto in der Schweiz leisten muss

Mindestens 18 Jahre, ein Konto pro Person, Identitätsprüfung, Wohnsitz im Gebiet — all das steht im Abschnitt zur Bewilligung und wird hier nicht wiederholt. Was bleibt, ist der Teil, den nur der Spielende selbst einstellen kann.

Verlustlimiten und die Frist, die eine Erhöhung kostet

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Gesetzlich schuldet der Veranstalter solche Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat (Art. 87 VGS); eine Absenkung wirkt sofort, eine Anhebung nach dem Gesetz nach 24 Stunden, während Swisslos und die Loterie Romande in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden vorsehen. Eine feste staatliche Einzahlungsobergrenze gibt es in der Schweiz nicht, und wer sie in einem Vergleich findet, liest eine erfundene Zahl.

Der Mechanismus ist der eigentliche Schutz. Wer nachts klickt, kommt nicht gegen die eigene, morgens unterschriebene Grenze an. Die drei Fristen 1, 7 und 30 Tage sind dabei nicht dreimal dasselbe: Die Tageslimite fängt ein einzelnes schlechtes Match ab, die Wochenlimite eine schlechte Serie am zweiten Turnierwochenende, die Monatslimite die Anmeldung zu einem zweiten Konto, das man gar nicht braucht. Wer nur eine davon setzt, deckt genau die anderen beiden nicht ab. Und eine Erhöhung kann man vergessen, eine Senkung nicht.

Spielsperre, Register und die drei Monate

Wer zeitweise ganz aufhören will, kann sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem Register eingetragen und gilt schweizweit, auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Das Register erfasst überschuldete und spielsuchtgefährdete Personen sowie Selbstsperren (Art. 80-82 BGS); eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS), und dabei ist eine Fachstelle beteiligt (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss der Veranstalter anbieten (Art. 89 VGS). Wer trotz Sperre oder als Minderjähriger spielt, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Für einen gesperrten Spieler heisst das konkret: nicht nur Tisch und Automat sind zu, sondern auch das Wettkonto, und der Eintrag wirkt über die Kantonsgrenze hinaus. Es ist der einzige Punkt auf dieser Seite, an dem ein Klick mehr kostet als der Einsatz, nämlich die Kontrolle zurück. Und es ist der einzige Punkt, an dem es keine Wartezeit gibt, die man aussitzen könnte.

Ein Testkauf mit einem unangenehmen Ergebnis

Die Gespa führt Testkäufe durch. Bei den Kontrollen des Jahres 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die stationäre Beratung für die verlässlichste Form des Spielerschutzes hält, sollte diese Zahl kennen: Sie beschreibt genau die Stelle, an der die Kontrolle am schwächsten ist. Am Online-Konto hilft sie nicht weiter, denn dort prüft der Ausweis.

Für die zwei Turnierwochen heisst das praktisch: Wer sein Konto vor 18 Uhr einrichtet, hat die Grenzen gesetzt, wenn sie gebraucht werden. Wer sie am Tag des Finales sucht, sucht sie zu spät, und die 72 Stunden bis zu einer Anhebung gelten in die andere Richtung — eine Senkung wirkt sofort, und genau das ist die brauchbare Option um Mitternacht.

Wetten, die auf Rasen wirklich etwas bedeuten: Märkte und ihre Grenzen

Jeder Markt hat seinen eigenen Preis, und der eine ist nicht der andere. Bei Einzelwetten zählt ein Ergebnis: Sieg von Spieler A, Sieg von Spieler B. Kombiniert werden nur unabhängige Ergebnisse; bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt der Veranstalter irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Wettende verliert nichts, ausser der Wette, die er meinte.

Was die Liste für Tennis zulässt, entscheidet, welche Wettarten überhaupt zu haben sind. Turniersieger, Matchwetten, Satz- und Gamewetten sind die Kategorien, in denen sich ein Tenniswetter bewegt, und es ist kein Zufall, dass die Erlaubnis pro Kategorie erteilt wird und nicht pro Anbieter. Wer einen Markt sucht, der auf der Liste fehlt, sucht ihn vergebens; wer einen Markt sucht, den ein Veranstalter nicht anbietet, hat bei dem anderen Anbieter dieselbe Prüfung vor sich.

Was Einsatz und Quote in Franken ergeben

Die Rechnung selbst ist harmlos. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer mit 30 Franken auf eine Quote von 1.60 setzt, hat im Gewinnfall 48 Franken vor sich, also 18 Franken über dem Einsatz. Bei einer Kombination aus zwei Einzelquoten von je 1.50 entsteht eine Gesamtquote von 2.25, und aus denselben 30 Franken werden 67.50 Franken. Dieselbe Rechnung, zwei völlig verschiedene Verläufe: Bei der Einzelwette muss ein Ereignis eintreffen, bei der Kombination zwei. Die Abrundung auf 5 Rappen ist nebenbei die kleinste Gebühr der Seite und in einer Serie die grössere.

Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Fussballwetten ist das der wichtigste Satz überhaupt, für Tenniswetten ohne Bedeutung, denn ein Tennismatch hat keine Nachspielzeit, die man übersehen könnte.

Die Marge, klein gerechnet

Ein Beispiel mit Zahlen, die für die Rechnung gewählt sind und keinen Preis behaupten. Ein ausgeglichenes Zwei-Weg-Tennis-Match, wie es ein Satzmarkt hergibt, mit je Quote 1.90 auf beide Seiten: Aus 1 geteilt durch 1.90 plus 1 geteilt durch 1.90 folgt 1.05263, der Kehrwert davon ist 0.95. Der Quotenschlüssel, also der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt, liegt damit bei rund 95 Prozent, die Marge bei rund 5 Prozent — unter der Annahme, dass beide Ausgänge des Marktes gleich bepreist sind. Bei zwei Aussenseitern mit 2.20 und 1.70 verschiebt sich der Anteil auf etwa 96 Prozent, die Marge auf rund 4 Prozent. Bei einem klar ungleichen Duell mit 1.10 und 6.50 bleiben nur rund 92 Prozent, die Marge steigt auf rund 8 Prozent.

Der Anteil sinkt, je extremer die Favoritenrolle wird, und das ist keine Willkür der Veranstalter. Je weiter die beiden Seiten in der Schätzung auseinanderliegen, desto weniger kann sich der Anbieter den Preis auf der einen Seite sparen, ohne in der anderen unter dem erwarteten Wert zu landen. Die Bandbreite zwischen vier und acht Prozent ist deshalb keine Schwankung, sondern die Folge einer einzigen Entscheidung: wie sicher sich der Anbieter bei diesem Match ist.

Was das für die eigene Wette heisst, ist eine Reihenfolge und keine Regel. Bei einer Quote von 1.90 sind die meisten Wetten ein Münzwurf, der fünf Prozent nicht ganz aufgeht. Bei gleichem Einsatz gewinnt ein Spieler in vier von fünf Fällen. Fünf Prozent vom Umsatz sind der Verlust, den kein Gegner zu verantworten hat, und er fällt über Tausende von Wetten an, nicht bei einer. Wer das versteht, setzt weniger und bleibt länger, nicht mehr. Die Marge ist dabei eine statistische Grösse: eine Durchschnittsangabe über viele Wetten unter der Annahme gleich bepreister Ausgänge, keine Zusage für die nächste Wette.

Der zweite Griff ist der direkte Vergleich. Wer zwischen zwei Quoten auf dieselbe Voraussage wählen kann, nimmt nicht die höhere, sondern die höhere mit derselben Bedingung — ein Profitboosts oder ein Quotenboost verändert die Rechnung, nicht die Gewinnchance. Und der dritte Griff ist der Verzicht: Wo die Marge acht Prozent beträgt, ist der gleiche Einsatz teurer als bei einem ausgeglichenen Markt, und das ist der Moment, in dem ein kleiner Einsatz die vernünftige Antwort ist.

Alle Zahlen dieser Passage sind mit den jeweils genannten Quoten nachgerechnet: Bei 1.90 und 1.90 zahlt der Markt rund 95 Prozent zurück, bei 2.20 und 1.70 rund 96 Prozent, bei 1.10 und 6.50 rund 92 Prozent.

Wann gespielt wird, ist mehr als eine Terminfrage

Wimbledon ist das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres und der einzige Grand Slam auf Rasen. Der Rest des Kalenders ist Hartplatz und Sand, und wer nur im Juli auf Tennis wettet, tritt gegen ein Publikum an, das im Juli nichts anderes tut.

Der Turnierplan gliedert das Feld in Runden: Auftakt, zweite Runde, dritte Runde, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Finale. Was das für die Wette bedeutet, lässt sich an einer einzigen Verschiebung ablesen. Der Favorit steht im Halbfinale vor einem Spieler, der in zwei Sätzen mehr auf dem Platz stand als er selbst. Fünf Sätze gegen drei Sätze sind in der zweiten Woche ein körperlicher Unterschied, der sich in der Quote niederschlägt. Wer darauf setzt, setzt nicht auf Tennis, sondern auf Erholungszeit.

Was sich in der Zwischenzeit tut, ist von der Wette unabhängig. Ein Turniersieg bleibt Turniersieg, und eine Wette auf den Ausgang bleibt entschieden, egal wie viele Runden bis zum Titel noch gespielt werden.

Für 2027 ist der nächste Rasen-Grand-Slam angesetzt, ein konkretes Datum steht noch nicht. Wer heute ein Konto eröffnet, tut es also nicht für ein Turnier in zwei Wochen, sondern für einen Kalender. Wettbar sind nach der Gespa-Liste die aufgeführten Sportarten und Wettkämpfe — Tennis gehört dazu —, und die Runden des Turniers sind das Gerüst, in dem sich Match-, Satz- und Gamewetten überhaupt bewegen.

Für den Wettenden heisst der Kalender konkret: In der ersten Woche sind die Quoten kurz, die Favoritenrollen klar und die Margen kleiner, weil mehr ausgeglichene Paarungen gespielt werden. In der zweiten Woche wird das Feld kleiner, die Favoriten stehen sich gegenüber, und die gleiche Quote steht plötzlich neben einer grösseren Unsicherheit. Die Achtel- und Viertelfinaltage sind deshalb keine besseren Tage zum Wetten, sondern teurere.

Vergleich: was die Tabelle zeigt und was nicht

Die beiden Schweizer Veranstalter sind in allen lizenzierten Belangen fast identisch: gleicher rechtlicher Rahmen, gleiche Aufsicht durch die Gespa, gleiche Listenpflicht, gleiche Altersgrenze, gleicher Registrierungsablauf, gleiche Limitenmechanik. Die acht ausländischen Marken haben gemeinsam, dass sie keine Schweizer Bewilligung haben und ihre gemeldete Lizenz hier keine Wirkung entfaltet. Ein Vergleich, der aus den beiden Schweizer Anbietern einen «Sieger» wählt, spielt dem Leser etwas vor.

Anbieter Bewilligung Organisator / Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51; Aufsicht: Gespa), eines von zwei zulässigen Unternehmen SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51; Aufsicht: Gespa), eines von zwei zulässigen Unternehmen Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport
ZotaBet keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) gemeldete Lizenz
Unibet keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) gemeldete Lizenz
Betscore keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) gemeldete Lizenz
WirWetten keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) gemeldete Lizenz
BetFury keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) gemeldete Lizenz
Rollbit keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) gemeldete Lizenz
Rabona keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) gemeldete Lizenz
Bruce Bet keine Schweizer Bewilligung; gemeldete Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) gemeldete Lizenz

Ein Anbieter, dessen Bewilligung nur in einem anderen Rechtsraum gilt, ist für einen Wettenden in der Schweiz kein Anbieter mit «anderer Regelung», sondern einer ohne Regelung hier. Die Sperrliste blockiert Domains über DNS, und blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt. Sie ist deshalb ein Hindernis und keine geschlossene Tür. Wer einmal auf einer solchen Seite eingezahlt hat, hat kein Konto mit Schweizer Aufsicht, und die Adresse, unter der er es erreicht, kann morgen eine andere sein.

Die acht Namen und die Frage, die bei ihnen zählt

Die folgenden Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land entfaltet hier keine Wirkung. Die Aufzählung dient der Orientierung, weil Schweizer Spielende diesen Namen begegnen. Keinem dieser Anbieter wird hier bestätigt, was er anbietet, welche Zahlungsmittel er akzeptiert oder was er verspricht.

Swisslos Sporttip: der grosse Apparat, der von der Westschweiz aus nicht erreichbar ist

Wer in Zürich, Bern oder Lugano wohnt, findet hier den grössten und kleinteiligsten Anbieter des Landes. In der Westschweiz gibt es kein Konto, und daran ändert kein Hilfsmittel etwas.

Auf der Habenseite steht neben dem Angebot ein Zahlenwerk, das kein ausländischer Anbieter vorweisen kann. Swisslos sitzt in Basel und stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Für 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Wer hier einzahlt, wettet in einem Haus, das einen öffentlichen Zweck mitfinanziert. Das ist ein Argument für die Sache und keines für die Quote.

Die Produktseite ist eng geregelt. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für einen Freizeitwetter ist das keine Schranke; für einen, der eine Position aufbauen will, ist es eine harte Decke. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer die Abrundung für nebensächlich hält, hat bei einem Wettschein recht und bei einer Serie nicht.

Dazu kommen zwei Instrumente, die kein Standard sind. Der Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Der Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt ebenfalls nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Der Reiz liegt in der Stufung: Ab fünfzehn Beinen ist der Sprung gross genug, um jeden Reservationsgedanken zu überstimmen, und fünfzehn Beine sind fünfzehn Bedingungen, von denen eine genügt, um alles zu verlieren.

In Play ist die Sache unübersichtlicher, als der Name vermuten lässt. Sporttip-Livewetten gelten unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; wer kein Bild hat, wettet trotzdem auf die Quote. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer im Moment des Elfmeters auf «Tor» klickt, ist nicht schnell, sondern zu spät, und bekommt den Einsatz zurück. Das ist kein Skandal, sondern eine Regel, die man kennen sollte, bevor man im laufenden Match klickt.

Der Cash-Out ist das vierte Werkzeug. Er gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer aussteigt, verkauft einen möglichen Gewinn zum Preis einer sofortigen, kleineren Zahlung. Das kann die richtige Entscheidung sein. Es ist nie die günstige.

Was den Ausschlag gibt: kein zweiter Anbieter im Land kann Swisslos die Rolle des Standardzugangs für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein streitig machen, und der Verlustbeitrag an die öffentlichen Fonds ist der einzige harte Vorteil, den ein Konto hier hat, den kein Konkurrent kopieren kann. Ein Konto hier ist die vernünftige Wahl für alle, die im Vertragsgebiet wohnen und einen Anbieter mit Schweizer Aufsicht und kleinteiligen Regeln wollen, und es ist keine Wahl für die Westschweiz.

Loterie Romande Jouez Sport: die Westschweizer Hälfte, die keine Alternative ist

Dasselbe Modell, ein anderes Gebiet. Jouez Sport wird von der Loterie Romande veranstaltet, für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Kontaktadresse in Lausanne. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Der rechtliche Rahmen ist identisch: eine Bewilligung als Grossspiel nach BGS, SR 935.51, unter Gespa-Aufsicht.

Für einen Westschweizer ist die Wahl damit keine Wahl zwischen zwei Buchmachern, sondern eine Feststellung. Wer in Lausanne wohnt, kommt bei Sporttip nicht durch die Registrierung, und wer in Zürich wohnt, bei Jouez Sport nicht. Die beiden decken die Schweiz wie zwei Hälften ab, nicht wie zwei Optionen. Die 2’350 Verkaufsstellen sind dabei die einzige Zahl auf dieser Seite, die etwas über die Alltagsnähe sagt: Wer sein Konto selten online aufstockt, sondern den Weg zur Verkaufsstelle geht, findet dort eine Dichte, die kein Online-only-Anbieter erreicht.

Die Steuerlast und der Schwellenwert sind bei beiden Veranstaltern dieselben, und die Zustimmungen der Gespa zu Gratisspielen teilen sich die beiden Häuser — im Jahr 2025 gingen 24 an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Was die Zahlen nahelegen, ist keine grössere Grosszügigkeit, sondern eine andere Zusammensetzung des Angebots, und der Unterschied ist für einen einzelnen Wettenden nicht entscheidend.

Was den Ausschlag gibt: Ein Konto bei Jouez Sport ist die einzige örtlich zulässige Möglichkeit, überhaupt bei einem Schweizer Veranstalter zu wetten, und die Verkaufsstellendichte macht sie auch für die praktikabel, die den Bildschirm nicht mögen. Wer in den sechs Kantonen wohnt und ein Konto mit Schweizer Bewilligung will, hat hier seine eine Option und muss keine zweite suchen.

ZotaBet: keine Schweizer Bewilligung

Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die gemeldete Lizenz entfaltet hier keine Kraft. Weder Banken noch Kartensysteme blockieren Zahlungen an solche Seiten — die Schweiz kennt kein Zahlungsblockierungsinstrument gegen unerlaubte Wettangebote. Die Sperrliste arbeitet mit DNS-Sperren, und Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt.

Wer hier ein Konto eröffnet, tauscht die Schweizer Kontrolle gegen die Regeln eines Hauses, das die Schweiz nicht überprüfen kann. Im Streitfall gibt es keinen Schweizer Rechtsweg, und Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Wer in der Schweiz wohnt, hat die Wahl zwischen einem bewilligten Konto und diesem, und die Bewilligung ist das Kriterium, an dem sich die beiden unterscheiden.

Unibet: eine bekannte Marke, und das ist der ganze Punkt

Eine Marke ist keine Bewilligung, und ihre Domain kann auf der Sperrliste landen. Was die Bekanntheit trägt, ist nicht der Schutz. Wer sich für diese Seite entscheidet, entscheidet sich für einen Namen, den er kennt, und für ein Konto, das die Schweiz nicht kennt.

Der Abstand zum bewilligten Angebot liegt nicht im Produkt, sondern im Rahmen. Bei Swisslos prüft der Ausweis, bei diesem Anbieter nicht, und die Teilnahme am Schweizer Sperrregister fehlt in beiden Fällen des Auslands. Keinem Anbieter dieser Gruppe wird hier bestätigt, was er tut oder unterlässt; fest steht nur, was fehlt.

Betscore: was man beim Aussteigen aufgibt

Wer ein Konto eröffnet, sollte sich vor Augen führen, was er dabei aufgibt: die Teilnahme am Schweizer Sperrregister und den Schweizer Rechtsweg. Beides fehlt ohne Bewilligung, und keines davon lässt sich nachträglich dazukaufen. Ein Wettender, der sich für sein eigenes Schutzinteresse entschieden hat, entscheidet sich damit gegen diese Option.

Das Einzige, was auf der Habenseite bleibt, ist die Verfügbarkeit ohne Rücksicht auf die Kantonsgrenze, und das ist etwas, das der Schweizer Rahmen gerade nicht offenlässt.

WirWetten: ein Name, der eine Schweizer Kundschaft anspricht

Adressiert wird, wer sich angesprochen fühlt; bewilligt wird, wer ein Gesuch stellt. Das sind zwei verschiedene Dinge. Ein deutscher Name auf einer Seite macht die Bewilligungslage nicht deutscher, und die Gespa entscheidet nicht nach der Sprache der Werbung.

Was hier zählt, ist die Testfrage, die jeder selbst beantworten kann: Wo führt der Weg hin, wenn die Auszahlung stockt? Bei einem bewilligten Veranstalter gibt es eine Aufsicht, einen Rechtsweg und eine Adresse in der Schweiz. Wer diese Antwort nicht nennen kann, hat sein Kriterium gefunden.

BetFury: eine Lizenz, die hier nichts bedeutet

Die gemeldete Lizenz entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer dort wettet, bräuchte im Streitfall einen Weg in einem Rechtsraum, der nicht der eigene ist. Das ist keine Kleinigkeit, sondern der Kern der Sache: Der Schutz endet an der Grenze, und die Grenze verläuft hier nicht beim Wohnsitz, sondern bei der Bewilligung.

Es bleibt die Verfügbarkeit. Ein Anbieter, der sich nicht an die Schweizer Liste halten muss, kann Märkte anbieten, die auf der Gespa-Liste fehlen. Was davon zulässig wäre, entscheidet die Liste, nicht die Seite.

Rollbit: Auszahlung nach Gutdünken

Bei einem Anbieter ohne Bewilligung hängt die Auszahlung an dessen eigenen Regeln, und ein Streit wird nicht vor einem Schweizer Gericht ausgetragen. Wer am Sonntagabend einen Gewinn erwartet, sollte die Bedingungen vor der Einzahlung lesen und nicht danach. Klar geregelt ist hier nichts — was nicht heisst, dass jede Auszahlung ausbleibt und erst recht nicht, dass eine garantiert ist.

Die Prüfung, die ein Wettender selbst vornehmen kann, ist die Suche nach dem Veranstalter und seinem Sitz. Wer ihn nicht findet, hat keine Adresse für den Ernstfall.

Rabona: derselbe Befund

Ein Wohnsitz in der Schweiz ändert an der Bewilligungslage nichts. Bei Swisslos verifiziert dieselbe Person ihren Ausweis, und das ist eine andere Ausgangslage: Dort steht eine gesetzliche Pflicht hinter der Prüfung, hier nicht. Die Sperrliste ist der einzige Mechanismus, der diese Seiten überhaupt adressiert, und sie tut es über DNS, nicht über den Zahlungsweg.

Was dieser Anbieter von einem Konto in der Schweiz unterscheidet, ist damit nicht das Wettangebot, sondern die Frage, ob es ein Gegenüber gibt.

Bruce Bet: die achte Marke und dieselbe Frage

Die letzte der acht Marken steht hier aus keinem anderen Grund als die vorigen. Zu einem Anbieter ausserhalb der Schweizer Aufsicht gehört nicht zwingend, dass er auch nur ein Wort über sich selbst veröffentlicht. Es fehlt die Kontrolle, die das entscheiden könnte. Wer sich für einen dieser acht Namen entscheidet, wählt gegen die Bewilligungslage und sollte das wissen, bevor er einzahlt. Kein Name auf dieser Liste ist eine Empfehlung, und keiner davon ist von Swisslos als «gleichwertige Alternative» angetragen: Swisslos hat keinen Anlass, sie als solche zu behandeln.

Was nach dem Turnier überwiesen wird: Auszahlung, Abrundung und Steuer

Ein Konto zu eröffnen ist der einfache Teil. Zwei Verpflichtungen gelten dabei ohne Wahlfreiheit: Die eine betrifft die Identität, die zweite die Verlustgrenze. Gewinne werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto ausgezahlt, das auf den Namen der kontoinhabenden Person lautet (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es in der bewilligten Schweizer Wett nicht. Eine Kreditgewährung an Spielende ist ausgeschlossen (Art. 75 Abs. 1 BGS). Wer sein Geld anonym bewegen will, wird bei beiden Veranstaltern nicht fündig.

Ein zweiter Griff in dieselbe Richtung: Die Limiten bei Sporttip — CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 pro Systemwette — kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Das ist kein Missbrauch, sondern eine Vertragsklausel, und sie bedeutet in der Praxis, dass eine einmal gefundene Einsatzgrösse keine dauerhafte Grösse ist.

Dann die Abrundung. Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Gewinn von 47.53 Franken ergibt das 47.50 Franken. Der Betrag ist klein, die Regel ist es nicht: Bei vielen Wetten fällt die Differenz jedes Mal an, und bei einer Gewinnserie ist sie die grössere Zahl.

Die Steuer ist der Teil, der die meisten überrascht und danach nicht mehr. Gewinne aus Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Freibetrag des Bundes liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, 2025 waren es CHF 1’070’400. Oberhalb davon behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Der kantonale Schwellenwert weicht ab, also gilt «je nach Kanton», und keine einzelne Kantonszahl steht für die ganze Schweiz. Wer unterhalb bleibt, zahlt auf den Gewinn weder Einkommens- noch Verrechnungssteuer.

Die zweite Hälfte derselben Frage ist die unangenehme: Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als volles steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht, und wer sie in einem Vergleich findet, liest eine erfundene Zahl. Bei konkreten Steuerfragen führt der Weg zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung.

Wer darf, und wer hier nur auftaucht

Was ein bewilligter Anbieter anbieten darf, ist keine Vertragsfreiheit. Gratisspiele und Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Ein Wettanbieter, der von sich aus mit Geschenken wirbt, hat in der Schweiz entweder eine Zustimmung oder ein Problem. Bonusbeträge und -bedingungen kommen ausschliesslich aus den eigenen Bedingungen.

Ob Einsätze auf ein bestimmtes Spiel überhaupt angenommen werden, steht im Wettprogramm, das auf die Gespa-Liste verweist. Wer wissen will, ob ein Markt verfügbar ist, sieht im Programm nach. Wer wissen will, ob das Angebot selbst zulässig ist, sieht in der Liste nach. Beide Wege sind öffentlich, man muss sie nur vor der Einzahlung gehen und nicht danach.

Was die Wahl am Ende ist: eine von zwei Hälften

Wer heute ein Wettkonto für die Ausgabe 2027 sucht, findet in der Schweiz zwei Wege, und sie sind in allen lizenzierten Belangen annähernd identisch: gleicher gesetzlicher Rahmen, gleiche Aufsicht, gleiche Listenpflicht, gleiche Altersgrenze, gleiche Registrierungsmechanik. Die Wahl ist deshalb nicht die des besseren Anbieters, sondern die des passenden Kontos, und sie wird von der Kantonsgrenze entschieden.

Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, richtet sein Konto bei Sporttip ein. Wer in den sechs Westschweizer Kantonen wohnt, bei Jouez Sport. Wer in der Schweiz wohnt und beides nicht kann, hat kein drittes Angebot, und keine Bewilligung taucht auf, die man übersehen hätte. Das ist die eine unbequeme Wahrheit dieses Marktes, und sie ist nicht die einzige: Die zweite ist, dass die acht bekannten Namen ohne Bewilligung eine Wahl sind, die man treffen kann, und keine, die man treffen sollte, ohne die Folgen zu kennen.

Wer aber einsteigt, ohne die Verlustlimite gesetzt zu haben, steigt ohne Konto ein. Die 72 Stunden bis zu einer Erhöhung sind die Frist, die einen davon abhält, nach einem Abend alles zurückzuholen. Wer diese Frist kennt, hat den einzigen Mechanismus auf dieser Seite, der wirklich schützt.

Was ich einem Wettenden sagen würde, bevor er in Wimbledon 2027 hineingeht: Setz die Limite am ersten Tag, an dem du das Konto hast, nicht am zehnten Turniertag. Eine Limite lässt sich senken, ein verlorener Nachmittag nicht.

Was sich aus den Zahlen dieses Marktes mit Sicherheit sagen lässt, ist wenig und klar: Zwei Kantonshälften, eine Aufsicht, eine Liste und ein Steuerfreibetrag, der für die meisten weit über dem liegt, was sie gewinnen können. Die Quoten selbst bleiben das, was sie sind — ein Preis mit fünf Prozent Aufschlag, der auf jeder Seite des Tisches steht.

Häufige Fragen zu Wimbledon-Wetten in der Schweiz

Finden die Wimbledon Championships 2027 statt, und wann wäre das Turnier?

Der nächste Rasen-Grand-Slam ist für 2027 angesetzt. Ein konkretes Datum ist an dieser Stelle nicht festgehalten; traditionell läuft die Veranstaltung zwei Wochen ab Ende Juni. Austragungsort Wimbledon in London und Veranstalter All England Lawn Tennis and Croquet Club bleiben unverändert, Tennis ist auf der Gespa-Liste als wettbare Sportart geführt.

Wann war Wimbledon 2026, und wie viele Ausgaben gab es?

Die Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt und waren die 139. Austragung. Das Herreneinzel gewann Jannik Sinner, das Dameneinzel Linda Nosková. Das Turnier findet jährlich statt, ist der einzige Grand Slam auf Rasen und wurde 2026 wie üblich über zwei Wochen gespielt.

Warum gibt es in der Schweiz nur zwei Anbieter für Sportwetten?

Das BGS regelt das Veranstalten von Sportwetten als Grossspiel, die Gespa beaufsichtigt es, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Weitere Bewilligungen sind nicht vorgesehen, und eine ausländische Lizenz entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.

Wenn ich in Bern wohne, komme ich bei der Loterie Romande nicht ins Konto?

Richtig. Die Loterie Romande bedient die Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Ein Wohnsitz ausserhalb dieses Gebiets führt zum Ausschluss, unabhängig davon, ob die App auf dem Handy ist. Umgekehrt gilt: Für Adressen in diesen sechs Kantonen ist Jouez Sport der zulässige Weg.

Wie hoch ist die Marge des Veranstalters, und was kostet sie mich?

Bei einem ausgeglichenen Zwei-Weg-Markt mit 1.90 auf beide Seiten liegt der Quotenschlüssel bei rund 95 Prozent, die Marge also bei rund fünf Prozent. Bei 2.20 und 1.70 sind es rund 96 Prozent, bei 1.10 und 6.50 nur rund 92 Prozent. Die Bandbreite hängt davon ab, wie klar die Favoritenrolle ist.

Wie funktioniert der Cash-Out, und was kostet er den Spieler?

Bei Sporttip gibt es den Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, online und live, ausschliesslich als vollständigen Ausstieg ohne Teilauszahlung. Der ausgezahlte Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand des Ereignisses ab und kann geändert werden. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Inhalt erstellt vom Team «erstligawetten.com»