Online Cricket wetten in der Schweiz – zwei Veranstalter, viele Schattenseiten
Stand: 29. Oktober 2026, geprüft gegen die Angaben zur Bewilligung bei der Gespa und gegen die veröffentlichten Spielregeln von Swisslos und Loterie Romande.

Ein Cricket-Wettschein in der Schweiz beginnt nicht mit der Frage nach dem Team, sondern mit der Frage nach dem Kanton. Wer in Zürich wohnt, findet bei Sporttip ein Wettprogramm und bei Jouez Sport keines. Wer in Genf wohnt, findet es genau umgekehrt. Das ist keine Marotte, sondern die Folge davon, wie das Geldspielgesetz den Schweizer Sportwettenmarkt aufgebaut hat: zwei Veranstalter, zwei Gebiete, keine dritte Bewilligung. Der Rest ist Zubehör.
Und genau hier wird es für Cricket unangenehm. Cricket steht nicht im Ruf, ein Schweizer Publikumssport zu sein, und trotzdem landen Anfragen nach Cricket-Wetten regelmässig bei Anbietern, die in der Schweiz gar nichts dürfen. Die Angebote locken mit Live-Märkten, mit Cricket aus Indien und Australien, mit Boni, die in Franken gerechnet verlockend aussehen. Nur: keine dieser Seiten hat eine Schweizer Bewilligung, keine ist an das Sperrregister angeschlossen, und wenn etwas schiefgeht, gibt es keine Schweizer Stelle, an die man sich wenden könnte.
Dieser Text geht den beiden Wegen nach, die einem Wettenden hier tatsächlich offenstehen. Der eine führt über einen bewilligten Veranstalter, ein Schweizer Spielerkonto, selbst gesetzte Limiten und eine geschlossene Liste erlaubter Sportarten und Wettarten. Der andere führt über eine ausländische Seite, die Cricket in vielen Spielarten anbietet und dabei die Frage offenlässt, ob der Betreiber überhaupt eine Aufsicht hat, die diesen Namen verdient. Beide Wege haben einen Preis. Nur einer davon hat in der Schweiz eine rechtliche Grundlage.
Bewilligung, Gebiet, Gespa: wer in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten darf
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel. Das heisst: geregelt im Geldspielgesetz, dem BGS in der Systematischen Rechtssammlung unter SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, mit den einschlägigen Definitionen in Art. 3 lit. c und e. Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, tätig auf Grundlage des Geldspielkonkordats, das am 1. Januar 2021 in Kraft trat. Die eidgenössische Spielbankenkommission ist hier nicht zuständig — sie beaufsichtigt Casinos, und wer Cricket-Wetten mit ihr in Verbindung bringt, hat die Behörden verwechselt.

Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel, geregelt in Art. 21 bis 25 BGS. Daran hängt ein Satz, den man sich merken sollte, weil er den ganzen Markt erklärt: Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz, so steht es in Art. 4 BGS. Und weil die Kantone die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt haben, sind es genau diese zwei: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport.
Swisslos, formell die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet ihre Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, kurz IKV 2020. Sporttip läuft im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zusammen ist das das Swisslos-Vertragsgebiet.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Wer die Zahl der Verkaufsstellen liest und daraus schliesst, Cricket-Wetten seien dort breit vertreten, schliesst zu schnell: Diese Zahl beschreibt ein Vertriebsnetz, nicht ein Wettprogramm.
Was ein ausländisches Angebot in der Schweiz ist – und was nicht
Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, und zwar nicht, weil sie schlecht gepflegt wäre, sondern weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht in diesem Bereich nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Art. 4 BGS sagt das mit einer Klarheit, die wenig Spielraum lässt. Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren, Art. 130 BGS.
Der Wettende selbst wird nicht bestraft. Das ist die gute Nachricht, und sie ist die einzige. Denn was ihm fehlt, lässt sich nicht nachreichen: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht über die Auszahlung, kein Rechtsweg gegen einen Veranstalter ohne Bewilligung. In einem Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Und der Umstand, dass ein Anbieter technisch erreichbar ist, sagt nichts darüber, ob er es sein dürfte.
Die Gespa führt die Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren, geregelt in Art. 86 bis 93 BGS. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019, und Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Domain-Hopping und führt dabei Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele; bet365 nennt sie als auf der Liste stehend. Das ist die praktische Lehre aus dieser Zahl: Eine Seite, die gestern gesperrt war, ist morgen unter neuer Adresse wieder da, und wer sich an solchen Auftritten orientiert, orientiert sich an einem Wanderzirkus.
Die geschlossene Liste der erlaubten Sportarten
Ein Schweizer Veranstalter darf nicht einfach anbieten, was ihm gefällt. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die von der Gespa geführte Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, in der Version vom 10. September 2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich gelistet sind. Frauenwettkämpfe ebenfalls nur, wenn sie gelistet sind. Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nie gewettet werden. Die Liste enthält keine Corner- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich.
Sportliche Anlässe, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt, Art. 25 Abs. 2 BGS. Gewettet wird ausschliesslich auf Sportereignisse: Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt.
Live-Wetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat. Das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Der Cash-Out ist dagegen überhaupt nicht geregelt — er ist eine Funktion jedes Veranstalters, mit eigenen Bedingungen. Was das konkret heisst, steht im Abschnitt darüber, was das Wettprogramm von Sporttip hergibt.
Dass Cricket auf einem Schweizer Wettschein überhaupt auftaucht, hängt also an dieser Liste und nicht am Publikumsgeschmack. Wer das weiss, hört auf, sich über ein dünnes Angebot zu ärgern, und fängt an, danach zu fragen, was genau darauf steht.
Limiten, Pausen, Spielsperre: der Schutz, den man selbst einrichten muss
Die zweite Schweizer Besonderheit ist unauffällig und folgenreich: Der Staat setzt keine Einsatzobergrenze für Sportwetten. Es gibt keine gesetzliche feste Einzahlungslimite. Was es gibt, ist eine Pflicht des Veranstalters, vom Spielenden eine oder mehrere Oberlimiten für Einsätze oder Verluste zu verlangen — täglich, wöchentlich oder monatlich, Art. 87 VGS. Die Limite setzt man also selbst. Der Rahmen ist gesetzlich, die Zahl darin ist die eigene Entscheidung.
Genau dieses Modell läuft einem Cricket-Programm entgegen. Ein Test-Match erstreckt sich über bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Es gibt keinen Schlusspfiff nach 90 Minuten, an dem man abrechnet und den Abend beendet. Wer über mehrere Tage wiederholt nachlegt, verliert den Überblick nicht durch einen grossen Moment, sondern durch viele kleine.
Wie Swisslos die selbst gesetzten Grenzen technisch umsetzt
Bei Swisslos muss man vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Die 72 Stunden sind der eigentliche Mechanismus, nicht die Zahl daneben. Wer nachts eine Verlustlimite hochsetzen und weiterspielen will, findet eine Wand. Das VGS sieht für Erhöhungen 24 Stunden vor, Swisslos wendet in seinen eigenen Bedingungen 72 an — die strengere Variante, und wer schneller an sein Geld will, merkt den Unterschied.
Ein Konto ist bei Swisslos an Bedingungen geknüpft: mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, und nur eine Registrierung pro Person. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ein zweites Konto ist damit nicht nur verboten, sondern praktisch kaum herstellbar.
Spielsperre und Register: was bei einem Abbruch gilt
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren. Die Sperre wird vor Ablauf der Frist nicht aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Wer Cricket über mehrere Tage begleitet, hat hier ein Werkzeug, das ihn tatsächlich stoppt statt ihn nur zu erinnern. Die Frist ist bindend und nicht verhandelbar — das ist ihr Zweck. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, Art. 84 VGS, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt, Art. 81 BGS. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden, Art. 89 VGS.
Es gibt keine Auszahlung an Sperrwillige: Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne, Art. 45 BGS. Eine Selbstsperre vor Beginn der Vorstellung ist darum immer noch billiger als eine im fünften Innings.
Und ein Punkt, den man ohne Schaden nicht beschönigen kann: Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch und stiess bei Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen auf den Verkauf einer Sportwette an eine minderjährige Person. Die Kontrolle funktioniert nicht dort, wo man sie am ehesten vermuten würde. Die Selbstbeschränkung im eigenen Spielerkonto ist die verlässlichere Schicht.
Auszahlung, Steuern und der Franken am Konto
Auszahlungen gehen bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers, Art. 50 Abs. 2 VGS. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettmarkt nicht. Kredite an Spielende sind untersagt, Art. 75 Abs. 1 BGS. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, steht in dessen eigenen Bedingungen.
Steuerlich gilt für Schweizer Gewinne die Regel, die viele nicht erwarten: Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab — je nach Kanton, so lautet darum die einzige Formulierung, die stimmt. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Ein gewöhnlicher Wetttag liegt weit unter dieser Grösse: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer.
Anders sieht es bei ausländischen Anbietern aus. Deren Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Die kantonale Steuerpraxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Für konkrete Fälle bleibt nur der Weg zur Steuerberaterin oder zur kantonalen Steuerverwaltung. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es übrigens nicht — wer davon liest, liest von einem anderen Land.
Werbung, Gratisspielguthaben und die Grenze zur Anpreisung
Werbung darf nicht aufdringlich und nicht irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder an gesperrte Personen richten, Art. 74 BGS. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten, Art. 74 Abs. 3 BGS, und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet, Art. 131 BGS. Deshalb beschreibt dieser Text und bewirbt nicht.
Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa, Art. 75 Abs. 2 BGS. Im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bonusbedingungen ergeben sich allein aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine tageszeitliche Werbebeschränkung existiert nicht.
Quoten lesen: was der Buchmacher im Preis behält
Quoten sind keine Wohltat, sondern enthalten die Marge des Veranstalters. Der Quotenschlüssel, in Marktdeutsch auch Auszahlungsquote, ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt, und er ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe aller Kehrwerte der Quoten dieses einen Marktes. Die Marge ist 100 % minus diesen Quotenschlüssel.
Nehmen wir einen beliebigen Zweiwegemarkt mit je 1.90 auf beide Ergebnisse — ein Rechenbeispiel, kein quotierter Preis. Der Kehrwert jeder Quote ist rund 0.5263, zweimal genommen ergibt 1.0526. Der Quotenschlüssel liegt damit bei etwa 95 %, also einer Auszahlungsquote von ungefähr 95 %. Die Marge beträgt entsprechend rund 5 %. Wer 100 Einheiten über diesen Markt verteilt setzt, bekommt im Schnitt etwa 95 zurück — unabhängig davon, welches Ergebnis eintritt. Die 5 % sind der Preis für die Möglichkeit, überhaupt zu setzen.
Das ist eine Bandbreite mit Bedingung, kein fester Wert. Je nach Markt, je nach Ereignis und je nach Anbieter liegt der Quotenschlüssel bei Cricket deutlich anders. Lange Märkte mit dünnem Wettumsatz werden schlechter ausgezahlt als ein populäres Fussballspiel mit zwei Ergebnissen; exotische Nebenmärkte mit vielen Ausgängen liegen typischerweise noch tiefer. Wer Cricket-Märkte mit einem anderen Recht rechnet als Fussballmärkte, zahlt die Differenz selbst — aus eigener Tasche, ohne es auf dem Wettschein zu sehen.
Was das Wettprogramm von Sporttip hergibt
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Formulierung, die aus dem Fussball stammt — und bei Cricket, das keine Verlängerung kennt, im ersteren Teil der Regel aufgeht.
Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Diese Zahlen sind Bedingungen des Veranstalters, kein gesetzlicher Rahmen — man findet sie in den Spielregeln, nicht im Gesetz.
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online, nur für Prematch-Einzelwetten und nur auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das ist der deutscheste Satz, den der Markt kennt: eine Vergünstigung, die verschwindet, sobald man die Freiheit nutzt, die man sich gerade gekauft hat.
Beim Cash-Out selbst gilt: Der Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out lässt sich bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten nutzen, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out ist nicht rückgängig zu machen.
Bei Live-Wetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live auf Cricket setzt, während ein Wicket fällt und die Verbindung zwei Sekunden hinkt, trägt dieses Risiko. Bei Verbindungen zu überseeischen Spielorten ist das keine theoretische Grösse.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Bei Cricket heisst das: Ergebnis der ersten Innings und Gesamtsieg derselben Partie sind keine zwei unabhängigen Beine.
Cricket verstehen: Formate, Spielplan und was in der Schweiz davon ankommt
Cricket ist für die meisten Schweizer Wettenden Neuland, und das ist ein Wettvorteil für den Buchmacher, kein Nachteil. Wer die Formate nicht auseinanderhält, liest Quoten wie Zufallszahlen. CVDer Einstieg ist darum nicht die Quote, sondern die Spielzeit.
Zwei Mannschaften mit je 11 Spielern stehen sich gegenüber. Ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Diese drei Zahlen erklären fast alles Weitere: Warum es Formate gibt, warum Regen ein anderes Problem ist als beim Fussball, und warum ein Draw möglich ist.
Test-Match, One-Day International und Twenty20
Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage, mit täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Ein One-Day International, kurz ODI, umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings. Ein Twenty20, kurz T20, besteht aus 20 Overs pro Innings mit höchstens 75 Minuten je Innings.
Wer diese Staffelung einmal verinnerlicht hat, kann einschätzen, was eine Quote auf einen Fünf-Tage-Test bedeutet. In einem Match, das sich über mehrere Sessions zieht, ändern Wetter, Wicketreihen und verletzte Spieler die Lage mehrmals. Ein Resultat lässt sich nicht in einem Ausschlag festhalten. Wer auf einen Test-Match-Sieger setzt, hat einen weiten Zeithorizont für das Geld — und genau hier schlägt die Verbindung zum Abschnitt über Limiten und Spielsperre durch. Ein Test-Match kann den ganzen Zeitraum füllen, für den man eine Einsatzlimite gesetzt hat.
Ein klassisches Merkmal dieses Formats ist dagegen oft gar nicht spielentscheidend. Ein Cricket-Spiel endet als Tie, wenn alle Innings beendet sind und der Punktestand gleich ist — das gilt als sehr selten. Als Draw gilt in der Regel ein Spiel, bei dem die Zeit vor Ende aller Innings abläuft. Tie und Draw sind zwei verschiedene Ergebnisse mit zwei verschiedenen Quoten, und wer beide für dasselbe hält, hält eine Wette in der Hand, die er nicht versteht.
Regen: die Duckworth-Lewis-Stern-Methode
Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in Limited-Overs-Spielen, die durch Wetter unterbrochen wurden. Sie ist keine Nebenbemerkung: Sie entscheidet, ob eine Wette überhaupt zur Abrechnung kommt. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als No Result gewertet. Ausgenommen sind Fälle, in denen ein Team all out ist oder das Ziel früher erreicht.
Ein No Result ist für Wettende kein Detail. Je nach Markt und Regel kann er zur Rückzahlung des Einsatzes führen — und dann steht man mit demselben Geld an einem anderen Punkt, mit einer Quote, die man inzwischen anders einschätzt. Wer bei Regen passiv wird und hofft, ist nicht gut beraten; wer gebuchte Live-Wetten nicht mehr abwägt, kann bei einsetzendem Regen nicht mehr reagieren. Die Frist dafür endet, wenn die Methode greift.
Die Methode ist erwachsen geworden. Die Duckworth-Lewis-Methode wurde 1997 eingeführt und 1999 vom International Cricket Council offiziell übernommen. Seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den Namen Duckworth-Lewis-Stern. Wer in Foren noch von Duckworth-Lewis liest, liest von einer Vorversion.
Turniere und Ligen: wo der Spielplan Tiefe hat
Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs pro Innings gespielt, seit 1987; zuvor waren es 60. Die erste Austragung war 1975 in England, Rekordsieger ist Australien mit 6 Titeln.
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien. Die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert. Für den Markt bedeutet das: mehr Teilnehmer, mehr Vorrundenspiele, mehr Gelegenheiten für Live-Märkte. Dass ein anstehendes Turnier einen breiteren Markt erzeugt, ist übrigens eine Beobachtung über Buchmacher. Eine Auskunft über den Sieger ist es nicht.
Ein Finale zeigt darüber hinaus, warum Cricket-Wetten manchmal am Ergebnisrand scheitern. Das Endspiel des Cricket World Cup 2019 stand nach 50 Overs 241:241 und im Super Over 15:15; England gewann anhand der Zahl der Boundaries. Ein Super Over, der im Gleichstand endet, und ein Sieger, der über die Anzahl geschlagener Boundaries entschieden wird — jede Regel, die so greift, muss man vor dem Setzen kennen, nicht danach.
Und dann ist da noch die Liga, die den T20-Markt im internationalen Kalender trägt: die Indian Premier League, ein Beispiel für eine nationale Twenty20-Liga mit internationalen Spielern. National veranstaltet, international besetzt, und für Wettende der Punkt im Jahr, an dem T20-Märkte so liquide sind, dass sich ein Blick auf die Quoten überhaupt lohnt. In ruhigen Wochen ist das anders, und das sieht man nicht an der Quote, sondern am Markt daneben.
Was davon in der Schweiz auf dem Wettschein steht
Hier kommt die ernüchternde Nachricht für jeden, der Cricket grossflächig tippen will: In einem bewilligten Schweizer Angebot erscheint Cricket nur, soweit es in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten steht. Wie tief das Cricket-Angebot von Sporttip und Jouez Sport tatsächlich ist, hängt an diesen beiden Programmen und nicht an einem weltweiten Katalog. Wer ein IPL-Spiel in einem Nebenmarkt tippen will, sucht sich besser nicht die falsche Erwartung.
Zwei Dinge folgen daraus. Erstens: Wer Cricket wirklich breit spielen will, findet bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter ein kleineres Menü als bei einer ausländischen Seite. Zweitens: Dieses kleinere Menü ist der Preis für Aufsicht, Auszahlung auf ein Konto auf den eigenen Namen, Sperrregister und Schweizer Steuerregeln. Die Wahl besteht nicht zwischen einem reichen und einem armen Angebot. Sie besteht zwischen einem überschaubaren Angebot mit Rückhalt und einem breiten Angebot ohne.
Die zehn Plattformen im Vergleich: Bewilligung, Gebiet und was davon abhängt
Die folgende Übersicht ordnet die zehn Plattformen nach ihrem Schweizer Status. Sie ist bewusst schlicht gehalten: Was eine Plattform in der Schweiz darf oder nicht darf, ist die einzige Spalte, die den Rahmen setzt. Alles andere — Quoten, Märkte, Cricket-Tiefe, Bonusbedingungen — steht in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters und ist eine Frage der Prüfung vor dem ersten Einsatz, nicht des Vertrauens.
| Plattform | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder berichtete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | ja, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | ja, Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| bet-at-home | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Betify | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| ZotaBet | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| BetAlright | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| N1 Bet | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
Die Tabelle liest sich kürzer, als sie ist. Zwei Zeilen mit Bewilligung stehen acht ohne gegenüber — die zwei sind die gesamte bewilligte Landschaft, die acht sind eine Auswahl dessen, was einem Schweizer Wettenden im Netz begegnet. Warum die Verhältnisse so schief liegen, hat nichts mit Cricket zu tun. Das Geldspielgesetz erlaubt Sportwetten nur als Grossspiel mit Bewilligung, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt. Ein Land mit vier Sprachregionen und einem wachsenden Werbemarkt für ausländische Sportwetten produziert darum zwangsläufig mehr Angebote, als es Bewilligungen gibt.
Auffällig ist auch die Spalte mit der berichteten Bewilligung. Sie ist bei allen acht ausländischen Plattformen inhaltsgleich, und das ist kein Rechercheversäumnis, sondern der Befund selbst. Eine ausländische Bewilligung ist in der Schweiz rechtlich ohne Wirkung, Art. 4 BGS. Wer sie prüft, prüft also eine Angabe, der im Fall des Falles keine Schweizer Stelle nachgeht.
Was die Übersicht nicht kann: sagen, ob ein Anbieter einem bestimmten Wettenden taugt. Dafür fehlen die Angaben, die nur in den Bedingungen stehen — Mindesteinsatz, Auszahlungsweg, Bearbeitungszeit, Identifikationsschritte. Diese Liste ordnet den rechtlichen Rahmen. Sie ersetzt kein Lesen.
Ein Vergleich hat Grenzen, und die gehören auf den Tisch
Verglichen wird hier nach einem Kriterium, das allenfalls zehn Zeilen füllt: dem Schweizer Bewilligungsstatus. Das ist keine Bequemlichkeit, sondern die einzige Grösse, über die es für alle zehn belastbare Angaben gibt. Quoten eines konkreten Marktes liegen nur für einzelne Ereignisse und einzelne Anbieter vor, und eine Quote ohne Markt, Ereignis und Zeitpunkt ist keine Information, sondern eine Zahl mit Anzug.
Ein zweites Problem: Für die acht ausländischen Plattformen ist über ihr Cricket-Angebot, ihre Zahlungswege, ihre Limiten und ihre Auszahlungszeiten in diesem Rahmen nichts belegt. Das heisst nicht, dass sie nichts anbieten, und es heisst erst recht nicht, dass sie nichts anbieten dürfen. Es heisst, dass man es beim Anbieter selbst nachsehen muss — im Wettprogramm, in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, in der Auszahlungsübersicht.
Ein drittes: Der Vergleich zwischen einem Schweizer Veranstalter und einer ausländischen Seite ist kein Vergleich zweier Produkte. Er ist ein Vergleich zweier Rechtsräume. Der eine bringt Auflagen mit, der andere nicht. Wer Cricket als Hauptbeschäftigung sieht und ohnehin nie eine Beschwerde einlegen würde, mag die Auflagen als Ballast empfinden. Wer einen Fünf-Tage-Test über Tage verfolgt, soll wissen, dass die Schweizer Aufsicht den einzigen Mechanismus dieses Landes betreibt, der ihn tatsächlich unterbricht.
Wo die Zwei- und wo die Acht-Weg-Seite an ihre Grenzen stösst
Wer in einem Kanton des Swisslos-Vertragsgebiets wohnt und Cricket wetten will, hat genau einen Gegenstand zur Auswahl. Sporttip. Ein Wechsel zu Jouez Sport ist nicht möglich, weil die Westschweizer Kantone dort nicht liegen. Diese Einschränkung ist für Cricket schmerzhafter als für Fussball: Wer einen lokalen Fussballverein sucht, findet ihn im Programm; wer einen bestimmten T20-Wettbewerb sucht, findet ihn vielleicht gar nicht.
Wer in der Westschweiz wohnt, hat es umgekehrt. Und wer ausserhalb beider Gebiete wohnt — im Ausland, oder als Schweizer mit Wohnsitz in einem Nicht-Vertragskanton — hat bei keinem der beiden Zugang zu einem Online-Konto. Das ist eine harte Grenze, und sie folgt aus der Wohnsitzanforderung des Gesetzes, nicht aus der Laune eines Veranstalters.
Für die acht ausländischen Plattformen gibt es keine solche Gebietseinteilung, weil es keine Schweizer Bewilligung gibt, die eine Gebietseinteilung tragen könnte. Der Preis für diese Freiheit ist der Verlust aller Anschlüsse an Schweizer Kontrollmechanismen. Wer in der Schweiz wohnt und bei einem dieser Anbieter gewinnt, muss sich über die Steuerfrage selbst klar werden, und ein einzelner Kanton handhabt sie bereits restriktiv.
Zehn Plattformen im Einzelnen: welche zu wem passt
Die Reihenfolge folgt dem Schweizer Status: zuerst die beiden bewilligten, dann die acht ausländischen in ihrer überlieferten Reihenfolge. Bei den ausländischen ist die Angabe zum Cricket-Angebot durchweg dünn, weil sie schlicht nicht belegt ist. Wer sie liest, liest eine rechtliche Einordnung, keine Produktkritik.
Swisslos Sporttip: die Bewilligung, die alles andere bestimmt
Swisslos ist eine der beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht überhaupt zulässt. Das Unternehmen ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, gegründet auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Seine Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip, mit Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem BGS, SR 935.51, unter Aufsicht der Gespa.
Der Zugang hängt an der Adresse. Ein Online-Konto gibt es für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in den Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Wer hier wohnt, hat bei Swisslos den vollen Schutzapparat im Rücken: Verlustlimiten mit Sofortwirkung bei Senkungen, eine Sperrmechanik mit bindender Frist, ein Schweizer Zahlungskonto auf den eigenen Namen.
Für Cricket gilt die nüchterne Einschränkung: Was angeboten wird, richtet sich nach der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Diese Liste ist der Grund, warum Cricket überhaupt erscheinen darf — und der Grund, warum es nicht in jeder Spielart erscheint.
Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1’000, für Systemwetten bei CHF 10’000. Ein Test-Match mit einer 1-Franken-Wette ist damit genauso möglich wie eine ernsthafte Position — die Spreizung ist für Cricket ungewöhnlich freundlich. Dazu kommen die Boost-Bedingungen, die eine Vergünstigung genau dann verlieren, wenn man den Ausstieg nutzt, und der Cash-Out, der tiefer liegt als der nicht vorzeitige Gewinn und nicht für jeden Markt zugesagt wird. Das ist die Marge in ihrer handgreiflichsten Form: Wer früher raus will, zahlt für die Tür.
Der Reingewinn aus dem Geschäftsjahr 2025 lag bei CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. gingen an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Wer diese Zeile liest, weiss, wohin ein Teil der Marge fliesst — der Rückgang um 13 Millionen in einem Jahr ist immerhin ein Hinweis darauf, wie empfindlich dieses Geschäft auf ein verändertes Wettverhalten reagiert.
Fazit. Bei Swisslos entscheidet nicht die Angebotstiefe über die Teilnahme, sondern der Wohnsitz. Wer im Vertragsgebiet wohnt, bekommt mit CHF 1 Mindesteinsatz, bindenden Sperrfristen und einem Schweizer Zahlungskonto den einzigen Rahmen, in dem eine Cricket-Wette hierzulande rechtlich und praktisch abgesichert ist. Für einen Fünf-Tage-Test mit Limite und Pausenmechanik ist das die passende Umgebung — bei einem schmaleren Markt als bei den acht anderen Zeilen der Liste.
Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Gesetz, ein anderes Gebiet
Die Loterie Romande ist die zweite und letzte Veranstalterin, die das interkantonale Recht zulässt. Ihre Sportwetten laufen als Jouez Sport, ebenfalls mit Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem BGS, SR 935.51, und unter Aufsicht der Gespa. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Geografisch deckt sie Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis ab. Ein Online-Konto ist auf Personen mit Wohnsitz in einem dieser sechs Kantone beschränkt. Wer sich als Zürcher anmeldet, wird nicht abgewiesen, weil die Seite unhöflich ist, sondern weil das Gesetz den Zugang an den Wohnsitz bindet.
Diese klare Teilung hat einen Nebeneffekt, den man beim Wort «Wettbewerb» nicht vermutet: Zwischen den beiden Schweizer Veranstaltern gibt es ihn nicht. Sie konkurrenzieren sich nicht um Kunden, weil kein Kunde sich zwischen ihnen entscheiden kann. Der Vergleich, den ein Wettender anstellen mag — bessere Quoten hier, breiteres Cricket-Programm dort — lässt sich gar nicht anstellen. Man nimmt den Veranstalter des eigenen Kantons oder keinen.
Für Cricket heisst das: Ein Westschweizer Wettender und ein Deutschschweizer Wettender können nicht dieselben Erfahrungen austauschen. Was in einem Programm steht, sagt nichts über das andere. Die 2’350 Verkaufsstellen sind für Online-Cricket-Wetten auch kein Faktor; sie gehören zur Lotterie und zum Sportwettenverkauf vor Ort, nicht zur Frage, welche Märkte im Konto erscheinen.
Fazit. Das Schweizer Recht schreibt zwei Veranstalter vor und liefert ihnen gleichzeitig getrennte Gebiete aus — wer in der Westschweiz wohnt, prüft die Bedingungen von Jouez Sport, und zwar in den Spielregeln und nicht in einem übergreifenden Vergleich. Das Cricket-Angebot selbst darf nur enthalten, was die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten zulässt, und aus den vorliegenden Angaben geht nicht hervor, wie breit es ausfällt.
Betscore: ohne Schweizer Bewilligung, und was das praktisch bedeutet
Betscore hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und eine ausländische Bewilligung hat hier keine Wirkung, Art. 4 BGS.
Die berichtete Bewilligung ist nicht festgestellt. Das klingt nach einer fehlenden Zeile in einer Liste ist aber der Befund, mit dem man arbeiten muss: Wer eine Aufsicht nicht benennen kann, kann auch ihre Durchsetzung nicht benennen. Anschluss an das Schweizer Sperrregister besteht nicht. Schweizer Rechtsweg besteht nicht. Und die Domain kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden — ein Mechanismus, der funktioniert, aber immer nur die aktuelle Adresse trifft.
Wer die Seite trotzdem aufruft, um Cricket-Quoten anzusehen, sollte eins wissen: Die Quoten sind echt, das Angebot ist es auch, nur der Rahmen fehlt. Ein Blick lohnt sich höchstens zum Verständnis der Marge am unteren Rand ihres Bereichs, nicht als Kontowahl.
Fazit. Wer Cricket breit und langfristig begleiten will, wird bei einem Anbieter ohne benennbare Aufsicht nicht bedient; der Preis für das breitere Menü heisst hier, dass es im Streitfall keinen Ort gibt, an dem man sein Recht durchsetzen könnte.
22Bet: bekannte Marke, kein Schweizer Status
22Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung — aus welchem Land auch immer — gilt in der Schweiz nicht, Art. 4 BGS. Die berichtete Bewilligung ist nicht festgestellt, Anschluss an das Sperrregister besteht nicht, Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domain kann per DNS blockiert werden.
Die Marke ist bei Schweizer Wettenden bekannt, und Bekanntheit ist genau das Problem. Sie verleiht einem Angebot eine Selbstverständlichkeit, die es rechtlich nicht hat. Wer eine bekannte Marke wählt, wählt nicht weniger Risiko, sondern ein vertrauteres Gefühl beim gleichen Risiko.
Wer Cricket über Landesgrenzen hinweg verfolgt und ohnehin selten eine Schweizer Stelle einschalten würde, findet bei solchen Anbietern mehr Programm. Wer einen Betrag setzt, bei dem er sich im Streitfall wirklich wehren wollen würde, findet dort niemanden zum Ansprechen.
Fazit. Die Marke ersetzt den Status nicht. Solange die Aufsicht nicht benennbar ist, bleibt jede Cricket-Wette hier eine Abmachung ohne Rückhalt — der einzige Vorteil, den das bietet, ist ein Programm, das man auch auf dem Sperrlisten-Friedhof wiederfindet.
bet-at-home: der Name, der auf der Sperrliste steht
bet-at-home hat keine Schweizer Bewilligung. Anschluss an das Sperrregister, Schweizer Aufsicht, Schweizer Rechtsweg: alles nicht vorhanden. Die berichtete Bewilligung ist nicht festgestellt.
Interessanter als der Status ist ein Umstand, den die Gespa selbst dokumentiert. Bei der Beschreibung des Domain-Hoppings nennt sie bet-at-home als eines der Beispiele für blockierte Domains — gemeinsam mit Interwetten. Ein Anbieter, der in diesem Zusammenhang auftaucht, hatte also bereits eine Schweizer Zugangssperre gegen sich. Das ersetzt kein Urteil über sein Cricket-Angebot, ordnet aber den praktischen Wert einer Adresse: Sie bleibt nicht stehen.
Wer die Seite dennoch nutzt, sollte sich vom Domain-Hopping kein Sicherheitsgefühl basteln. Eine Sperre ist ein staatlicher Hinweis, kein Zertifikat.
Fazit. Der dokumentierte Platz auf der Sperrliste sagt mehr über die Verlässlichkeit der Adresse aus als jede Bonuszeile, und wer wissen will, ob eine Seite gerade blockiert ist, findet das auf der Gespa-Liste schneller als in einem Werbetext.
Betify: reine Zuordnung, wenig Substanz
Betify hat keine Schweizer Bewilligung, und die berichtete Bewilligung ist nicht festgestellt. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, blockierbare Domain.
Mehr lässt sich über die Plattform im Schweizer Kontext nicht sagen, und mehr zu sagen, wäre erfunden. Wer ein Cricket-Turnier über Wochen begleiten und dabei innerhalb einer Schweizer Aufsicht bleiben will, braucht ohnehin einen anderen Weg.
Fazit. Bei dieser Zeile entscheidet nichts über den Vergleich ausser dem Fehlen eines Schweizer Status; wer Präsenz mit Substanz verwechselt, überspringt hier gefährlich schnell eine Zeile, die man langsam lesen sollte.
ZotaBet: ohne Bewilligung, ohne Anschluss, ohne Rückweg
ZotaBet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, Art. 4 BGS. Die berichtete Bewilligung ist nicht festgestellt, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, blockierbare Domain.
Was für Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung generell gilt, gilt hier unverändert: Neben dem fehlenden Rechtsweg ist auch die Steuerfrage offen. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer — dafür kann sich ein Kanton auf den Stand stellen, dass solche Gewinne vollständig steuerbares Einkommen sind, wie im Schutze der kantonalen Steuerpraxis von Thurgau.
Fazit. Der Nachteil eines Anbieters ohne Bewilligung ist im Schweizer Alltag nicht der fehlende Schutz allein, sondern dass zwei Fragen — Streit und Steuer — jeweils am Wohnsitz des Wettenden hängen statt an einer Aufsicht.
BetAlright: statuslos, deshalb nicht Teil einer Schweizer Entscheidung
BetAlright hat keine Schweizer Bewilligung, die berichtete Bewilligung ist nicht festgestellt. Kein Sperrregister-Anschluss, kein Schweizer Rechtsweg, blockierbare Domain.
Damit hat dieser Anbieter in einer Schweizer Cricket-Entscheidung nur einen Beitrag: ein Beispiel dafür, wie viele Namen auf dem Bildschirm erscheinen, wenn man nach Cricket-Wetten sucht. Diese Namen bilden einen Markt ab, aber keine Rechtsordnung. Wer aus zehn solchen Zeilen eine Rangfolge bauen will, baut eine Rangfolge von Auftritten, nicht von Absicherungen.
Fazit. Wer aus dieser Zeile etwas ziehen will, zieht am ehesten die Erkenntnis, dass die Masse der Namen kein Argument ist — die Schweizer Bewilligung ist eine Eigenschaft von genau zwei Plattformen, und keine Werbeseite ändert das.
N1 Bet: ohne Bewilligung, mit vollem Marketinggewicht
N1 Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Die berichtete Bewilligung ist nicht festgestellt, es besteht kein Anschluss an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg; die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.
Eine Adresse mit dieser Endung fällt im Markt auf, und sie wirkt auf einen Teil der Wettenden vertrauter als eine Schweizer Domain. Das ist reine Markenarchitektur. Am rechtlichen Status ändert sie nichts. Der Umstand, dass ausländische Sportwettenadressen eine Schweizer Zugangssperre erhalten können, ist Art. 86 bis 93 BGS geschuldet und nicht auf einzelne Anbieter beschränkt.
Fazit. Wer eine Plattform nach der Endung aussucht, sortiert die Domains neu, nicht die Risiken; für einen Wettenden, der die Cricket-Saison über Tage mit Einsätzen begleitet, bleibt das Fehlen einer Schweizer Aufsicht die einzige Zeile in dieser Bewertung, die zählt.
BetFury: letzte Zeile mit demselben Befund
BetFury hat keine Schweizer Bewilligung, die berichtete Bewilligung ist nicht festgestellt, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, blockierbare Domain. Damit steht dieser Anbieter im Schweizer Rahmen an derselben Stelle wie die sieben vor ihm.
Der Punkt, den man aus acht Zeilen mit demselben Resultat ziehen kann, ist kein Vorwurf an einzelne Anbieter, sondern eine Strukturaussage: Das Schweizer Geldspielgesetz lässt Sportwetten nur mit Bewilligung zu und die Kantone lassen genau zwei Veranstalter zu, Art. 4 BGS. Wer Cricket in einem weiten Angebot spielen möchte, wird sich deshalb fast zwangsläufig in einem Bereich bewegen, der in der Schweiz nicht bewilligt ist. Das ist die Entscheidung, die der Markt einem hier aufzwingt, und sie lässt sich nicht wegdiskutieren, indem man eine Zeile in einer Tabelle dazuerfindet.
Fazit. Für die Kontoentscheidung bleibt BetFury ausserhalb des Schweizer Rahmens wie alle Anbieter ohne Bewilligung; was die Seite als Cricket-Plattform taugt, ist keine Frage, die sich mit dem Bewilligungsstatus beantworten lässt — und damit auch keine, die in eine Schweizer Entscheidung gehört.
Was ein Cricket-Tipp kostet: Einsatz, Quote, Marge und alles dazwischen
Wer wissen will, was ein Cricket-Tipp unter dem Strich bringt, braucht drei Grössen: Einsatz, Quote und die Marge im Markt, aus dem die Quote stammt.
Eine Einzelwette wird von der Gesamtquote abgerechnet, eine Kombiwette von der Multiplikation aller Beine. Bei einem Einsatz von 50 und einer Quote von 2.10 sind das 105 zurück, also 55 Gewinn. Der Quotenschlüssel von rund 95 % aus dem Rechenbeispiel besagt, dass im Durchschnitt nur rund 95 % aller in diesem Markt eingesetzten Mittel zurückfliessen — nicht bei jedem einzelnen Wettschein, aber über den Markt.
Die Differenz zwischen einem dünnen und einem liquiden Markt ist genau der Punkt, an dem sich Cricket-Wetten entscheiden. Wer in einem Markt mit 5 % Marge setzt, gibt 5 % jedes Betrags als Eintrittspreis. Wer in einem Markt mit einer deutlich schlechteren Auszahlung setzt, gibt mehr, ohne dass sich etwas am Ergebnis ändert. Kein Cricket-Tipp wird dadurch gut, dass der Markt günstig ist; ein Markt wird aber teuer, wenn er dünn ist. Wer sich am Rande eines Turniers auf einen Nebenmarkt begibt, merkt diesen Unterschied im Kontostand, nicht auf dem Wettschein.
Wer das Rechnen vermeiden will, findet den Quotenschlüssel eines Marktes im Markt selbst: die Summe der Kehrwerte der ausgeschriebenen Quoten. Liegt diese Summe unter 1.10, ist die Marge unter rund 10 %; liegt sie darüber, ist es ein teurer Markt. Bei Cricket lassen sich sehr unterschiedliche Werte beobachten, je nachdem, ob es sich um eine Weltmeisterschaftspartie oder ein unbekanntes Vorrundenspiel handelt.
Wer Cricket als Unterhaltung ohne Kontoblick betreiben will, kann diese Betrachtung überspringen. Wer einen Franken pro Tipp einsetzt und nur den Einsatz verliert, tut das ohnehin. Wer nachlesen will, wie dasselbe Geld bei einem Gratisspielguthaben aussieht, findet im FAQ-Abschnitt die Rechenregel dazu.
Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in der Schweiz
Kann man in der Schweiz bei Swisslos oder Loterie Romande auf Cricket wetten?
Nur wenn Cricket in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten steht. Diese Liste in der Version vom 10. September 2026 bildet das erlaubte Angebot ab, das Schweizer Veranstalter austragen dürfen. Wie tief das Cricket-Programm ausfällt, steht in den Spielregeln von Swisslos und der Loterie Romande.
Was bedeuten Test-Match, One-Day International und Twenty20 für die Auswahl der Wetten?
Es sind drei Spielzeiten. Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit drei Sessions von etwa zwei Stunden. Ein ODI umfasst in der Regel 50 Overs pro Inning, ein T20 20 Overs pro Inning mit höchstens 75 Minuten je Innings. Je länger das Format, desto mehr Zeit für Zwischenstände und Regenunterbrechungen.
Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei Regenunterbrechungen auf eine Wette aus?
Sie berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen müssen mindestens 20 Overs gespielt werden, im Twenty20 mindestens fünf, sonst gilt die Partie als No Result. Was das für den einzelnen Wettschein heisst, steht in den Wettregeln des Veranstalters.
Wie berechnet sich der Gewinn bei Cricket-Wetten aus Einsatz und Quote?
Bei einer Einzelwette ergibt der Einsatz multipliziert mit der Gesamtquote den Rückzahlungsbetrag; der Nettogewinn ist der Einsatz multipliziert mit der Quote minus 1. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Beine zu einer Gesamtquote. Eine Quote von 1.00 bedeutet, dass der Einsatz zurückkommt.
Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?
Man bildet den Kehrwert jeder Quote eines Marktes, addiert sie und teilt 1 durch diese Summe. Das Ergebnis ist der Quotenschlüssel; die Marge ist 100 % minus diesem Wert. Bei einem Zweiwegemarkt mit je 1.90 liegt der Kehrwert bei rund 0.5263 pro Seite, der Quotenschlüssel damit nahe 95 % und die Marge bei rund 5 %.
Wie werden Gewinne bei ausländischen Wettseiten im Vergleich zu Sporttip-Gewinnen besteuert?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei, ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, und der kantonale Freibetrag weicht ab. Ausländische Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, können aber kantonal steuerbar sein. Verbindlich ist die kantonale Steuerverwaltung.
Sportarten – erstligawetten.com
Inhalt erstellt vom Team «erstligawetten.com»
